Lob für Reicherts Weg
Vor dem direkten Duell erhält Jan Reichert, Kapitän des 1. FC Nürnberg, Anerkennung vom gegnerischen Torhüter. Ben Voll, seit dieser Saison die Nummer eins beim FC St. Pauli, hebt besonders den Weg seines Gegenübers beim FCN hervor.
„Er hat seinen Weg gemacht, aus dem eigenen Nachwuchs, aus der U23. Das ist auch nicht selbstverständlich bei so einem großen Verein“, zitiert die MOPO den 25-Jährigen. Am Sonntag um 13:30 Uhr stehen sich die beiden Torhüter am Millerntor gegenüber.
Voll musste selbst auf seine Chance warten. Im Sommer 2024 war er von Viktoria Köln nach Hamburg gewechselt, zunächst stand er hinter dem ehemaligen Cluberer Nikola Vasilj an. Nach dessen Abschied rückte Voll zum Stammtorwart auf und absolvierte bislang alle neun Ligaspiele. Am Dienstag verlängerte St. Pauli seinen Vertrag vorzeitig.
Respekt vor Nürnbergs Kader
Das Aufeinandertreffen mit dem FCN bezeichnet Voll auf der Vereinswebsite als „Highlight-Spiel gegen den Tabellenzweiten“. Auch der Ausfall des Nürnberger Torjägers lässt ihn den Gegner nicht unterschätzen: „Nürnberg hat einen qualitativ gut besetzten Kader, der den Ausfall von Mohamed Alì Zoma auffangen kann. Das werden die nächsten Wochen zeigen.“
Die Hamburger setzen dabei auf ihre zuletzt stabilere Defensive. Nach dem Bundesliga-Abstieg und mehreren Veränderungen im Kader habe sich die Mannschaft zunächst finden müssen. „Niemand von uns hat daran gezweifelt, dass es so kommt. Wir waren davon überzeugt, dass wir stabiler werden. Wir haben das gemeinsam geschafft“, erklärt Voll.
St. Pauli will den FCN vom Tor fernhalten
Genau daran wollen die Gastgeber gegen Nürnberg anknüpfen. „Wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir einen sehr guten Defensivverbund haben und es schaffen, viel vom eigenen Tor fernzuhalten“, sagt Voll. „Gelingt uns das nicht, ist es meine Aufgabe einzugreifen.“
Bei allem Respekt vor dem FCN ist sein Ziel klar: „Wir freuen uns darauf, uns mit dem FCN zu messen. Wir gehen es an wie jedes andere Spiel und wollen es gewinnen.“


