Nach Trainer-Kritik: Uzun denkt an Abschied – FCN als Profiteur?

Schon unter Cristian Fiél beim 1. FC Nürnberg gab es ähnliche Kritikpunkte am Offensivspieler.

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Fotos: FCN.de | DO IT NOW Media

Überragender Saisonstart von Uzun

Es sah so aus, als könne ein weiteres Eigengewächs des 1. FC Nürnberg in dieser Saison so richtig durchstarten: Can Uzun. Nachdem sich der 20-Jährige nach seinem Abschied vom FCN im Sommer 2024 bei Eintracht Frankfurt in seiner Rolle als Rotationsspieler zunächst an das höhere Niveau anpassen musste, startete er in diese Spielzeit überragend. An den ersten fünf Spieltagen traf der junge Türke jeweils und stand danach bei starken acht Scorerpunkten – fünf Tore und drei Vorlagen.

Ähnliche Kritik wie unter Fiél

Seitdem ist es allerdings ruhiger um Uzun geworden. Auch aufgrund von Verletzungsproblemen kamen seither nur zwei weitere direkte Torbeteiligungen in der Bundesliga hinzu.

Doch nicht seine Offensivwerte stehen aktuell im Fokus, sondern Themen, die bereits Cristian Fiél während seiner Zeit in Nürnberg am Edeltechniker bemängelte: sein Arbeit gegen den Ball. Dies wurden nun auch bei Eintracht Frankfurt erneut aufgegriffen – und vom neuen SGE-Coach Albert Riera deutlich offener kritisiert als zuvor.

Riera nicht einverstanden

„Ich habe zu Can gesagt: ‚Du und Younes [Ebnoutalib] seht aus, als wärt ihr von einem anderen Team.‘ Weil sie immer noch nicht verstehen, wie wir spielen‘“, sagte Riera beispielsweise schon vor einigen Wochen, wie die BILD berichtet.

Beim jüngsten 2:2 gegen den 1. FC Köln saß Uzun über die vollen 90 Minuten auf der Bank. „Er weiß, was er mit und ohne den Ball machen soll. Wenn er das dem Team, nicht mir, gibt, wird er spielen“, erklärte der Spanier nach dem Spiel – und erneuerte damit sein Kritik. Offenbar ist der Trainer weiterhin nicht zufrieden mit dem Spiel des Edeltechnikers.

Uzun denkt an Abschied

Nach BILD-Informationen soll Uzun diese öffentliche Kritik schwer getroffen haben. Demnach liebäugelt der viermalige türkische A-Nationalspieler mit einem Abschied aus Frankfurt. Eine Entscheidung soll bis Saisonende fallen. Mit dem AC Mailand soll es bereits einen ernsthaften Interessenten geben.

Viele Millionen für den FCN

Profiteur eines möglichen Uzun-Abschieds könnte der 1. FC Nürnberg werden. Schließlich sicherten sich die Franken beim damaligen Transfer eine Weiterverkaufsbeteiligung von kolportierten zehn Prozent.

Laut BILD würden sich die Frankfurter bei einem Wechsel in diesem Sommer eine Ablöse im Bereich von 40 bis 45 Millionen Euro erhoffen – was rund vier bis 4,5 Millionen Euro für den Club bedeuten und FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou sicherlich erfreuen würde.

Ob eine solche Ablöse angesichts der Entwicklung der vergangenen Monate realistisch ist, bleibt allerdings fraglich. Insofern dürfte die Schlussphase dieser Saison eine entscheidende für Can Uzun werden – zumal er weiterhin von einer Nominierung für den WM-Kader der Türkei träumt.