Nach Krisensitzung: Ex-FCN-Boss Rebbe verkündet Entscheidung über Trainer Walter

Holstein Kiel ist derzeit so etwas wie das Gegenteil des 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga.

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Foto: DO IT NOW Media

FCN & Holstein mit längsten laufenden Serien

Nach dem dramatischen 4:4-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg ist der 1. FC Nürnberg inzwischen seit zwölf Ligaspielen ungeschlagen – die längste laufende Serie der 2. Bundesliga. Ohnehin waren die Niedersachsen erst die zweite Mannschaft dieser Saison, die dem FCN Punkte abnehmen konnte. Zuvor gelang das nur Holstein Kiel mit einem 2:2-Unentschieden am vierten Spieltag.

Für die Störche war dies jedoch nur einer von vier mageren Punkten seit Saisonstart. Denn nach der 0:1-Niederlage bei Eintracht Braunschweig ist die KSV auch nach dem siebten Spieltag weiterhin sieglos – und stellt diesbezüglich derzeit so etwas wie das Gegenteil des FCN dar. Saisonübergreifend wartet der Nordklub seit nunmehr neun Partien auf einen Dreier – ebenfalls die längste laufende Serie der Liga.

Krisensitzung in Kiel: Rebbe verkündet Trainerentscheidung

Insofern gerät Trainer Tim Walter mehr und mehr in die Kritik. Erst im Februar übernahm der 50-Jährige und führte die Kieler mit einem zwischenzeitlichen Lauf von 16 Punkten aus sechs Spielen aus höchsten Abstiegsnöten zum souveränen Klassenerhalt. Doch seitdem befindet sich der Bundesliga-Aufsteiger von 2024 in der Krise, inklusive Absturz auf den letzten Tabellenplatz.

Eine Entwicklung, die nun auch eine Krisensitzung nach sich zog. „Ich habe dieses Spiel, den gesamten Saisonstart und unsere mehr als unbefriedigende Punkteausbeute in einem offenen und kritischen Austausch mit Trainer und Mannschaft erörtert“, erklärte Olaf Rebbe, ehemaliger FCN- und heutiger KSV-Sportchef, gegenüber den Kieler Nachrichten – mit dem Ergebnis: Walter wird auch am kommenden Spieltag beim Heimspiel gegen Hertha BSC auf der Bank sitzen.

Schicksalsspiel für Walter

Eine Entscheidung, die durchaus auch als Ultimatum verstanden werden darf. Schließlich fordert Rebbe im Zuge dessen „eine deutliche Reaktion“ und „mehr Konsequenz in unserem Spiel und ein Ergebnis, das unserer Situation gerecht wird“. Wie es im Falle einer weiteren Niederlage weitergehen könnte, ließ der 48-Jährige offen: „Alles Weitere werden wir anschließend intensiv und offen bewerten.“ Insofern könnte für Tim Walter die kommende Begegnung mit den Berlinern zum Schicksalsspiel werden. Beim 1. FC Nürnberg hätte man sicherlich nichts dagegen einzuwenden, wenn die Kieler der Hertha Punkte abnehmen könnte.