Ein Jahr FCN
Elf Tore in 25 Pflichtspielen für den 1. FC Nürnberg erzielte Mahir Emreli in der vergangenen Saison. Dass es bei dieser einen Spielzeit im FCN-Trikot blieb, hatte nicht nur sportliche Gründe. „Gemeinsam mit Mahir haben wir uns darauf verständigt, den gemeinsamen Weg nicht über den Sommer hinaus fortzuführen“, sagte Sportvorstand Joti Chatzialexiou damals. Zwischenzeitlich gab es immer wieder Gerüchte, dass Emreli in der Kabine kein einfacher Spieler sei und hin und wieder für Unruhe sorgen würde.
Schwerer Start
„Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht. Ich will mein Bestes geben und meinen Teil dazu beitragen, unsere Ziele zu erreichen“, freute sich Emreli, als ihn der 1. FC Kaiserslautern im vergangenen Sommer verpflichtete. An den ersten drei Spieltagen stand er noch in der Startelf, ehe er es wochenlang nicht mehr in den Spieltagskader schaffte. Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Torsten Lieberknecht, der mit den Trainingsleistungen des Angreifers nicht immer zufrieden war, galten als mögliche Gründe.
Als Emreli wieder auf den Platz zurückkehren sollte, bremste ihn im Winter eine längerfristige Adduktorenverletzung aus, weshalb er monatelang pausieren musste. Vor etwa zwei Monaten kehrte er in den Kader zurück und wurde am 23. Spieltag gegen Preußen Münster erstmals 2026 wieder eingewechselt.
Kaum Chancen
Auch in den folgenden Wochen reichte es für den Linksfuß nicht über Kurzeinsätze hinaus. Wie die BILD berichtet, bat der Verein Ende März den aserbaidschanischen Fußballverband darum, Emreli nicht zur Nationalelf reisen zu lassen – stattdessen sollte er die Zeit nutzen, um im Saisonendspurt bei 100% zu sein. Der Bitte kam Aserbaidschan nach.
Dennoch wird er seitdem kaum berücksichtigt. Einmal wurde er in der 83. Minute eingewechselt, zweimal saß er über die volle Distanz auf der Bank – was im Lager Emrelis für Frust und Unverständnis sorgen soll. Zumal der 28-Jährige zu den Topverdienern der Pfälzer gehören soll.
Sollte sich die Situation bis zum Saisonende nicht verändern, erscheint ein Abgang im Sommer durchaus realistisch. Angesichts von lediglich drei Startelfeinsätzen – der letzte im August 2025 – ist die Saison schon jetzt als enttäuschend zu bewerten. Nach seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg sorgt Emreli damit erneut für Gesprächsstoff – und könnte vor dem nächsten Vereinswechsel stehen.


