Nach FCN und Berlin: Fiél wartet auf die „100%ige Überzeugung“

Der Trainer „will auf den Platz“ – und seinen Prinzipien treu bleiben.

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Foto: FCN

Zwei Ex-Vereine

Das Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und Dynamo Dresden, das die Gäste mit 2:0 für sich entschieden, dürfte auch für Cristian Fiél ein besonderes gewesen sein. Schließlich war der 46-Jährige von 2021 bis 2024 als Trainer in Nürnberg tätig, bei der SGD als Spieler und später Coach sogar von 2010 bis 2019. In „SCHWARZ GELB – Der Dynamo-Podcast“ äußerte sich der Ex-Profi erstmals seit längerer Zeit wieder öffentlich.

Dabei sprach er auch über seinen Wechsel zum Club. Dass er 2019 als Cheftrainer in Dresden entlassen wurde, sei „sehr hart“ gewesen, zumal er sehr selbstkritisch mit sich umgeht. Die nächste Station war die Nürnberger U23 in der Regionalliga Bayern. „Obwohl viele sagen, das war ein Schritt zurück, weil du warst ja schon Profitrainer, war es ein perfekter Schritt“, blickt er heute positiv darauf zurück.

Ohne Job

Später wurde er zunächst Co- und dann Cheftrainer bei den Franken, ehe er 2024/25 bei Hertha BSC anheuerte. In der Hauptstadt wurde er jedoch in der vergangenen Rückrunde entlassen – und ist seitdem ohne Job. „Das Allerwichtigste ist, dass du dahinter stehst“, setzt er seine Priorität für die Zukunft: „Ich muss mich damit identifizieren können, es muss mich glücklich machen. Ich bin der Überzeugung, dass etwas kommen wird, das mich glücklich macht.“

Seit seinem Aus gab es die ein oder andere Anfrage, die beim früheren Mittelfeldspieler jedoch keine „100%ige Überzeugung“ auslöste.

Klare Vorstellungen

Sobald Fiél zurückkehrt, dürfte er seiner Spielidee – die unter anderen von Pep Guardiola geprägt ist – treu bleiben. „Wenn du dir Szenen von meiner U17 anschaust, von der U23 oder von den Profis – du wirst die selben Prinzipien sehen“, sagt der gebürtige Esslinger: „Das ist das, was in meinem Kopf und Herz ist.“

Lust auf Fußball

Auch wenn es in Berlin – und zuvor beim Club in der Rückrunde 2023/24 – nicht wie erhofft lief, ist die Lust ungebrochen: „Ich will auf den Platz, ich will Spielern meine Idee von Fußball mitgeben und tagtäglich mit ihnen arbeiten.“

Bis dahin nutzt er die Zeit, um sich weiterzuentwickeln. „Viele Spiele zu gucken, auch die eigenen“, gehört zu seinem Alltag. Medial wurde er zuletzt mit Eintracht Braunschweig in Verbindung gebracht, wo mittlerweile jedoch Lars Kornetka als Trainer tätig ist.