Krisenduell im Oktober
Noch vor wenigen Monaten hätte es auch Miroslav Klose treffen können – zumindest war die Stimmung vor dem 8. Spieltag beim 1. FC Nürnberg alles andere als ruhig. Nach nur vier Punkten aus sieben Spielen schien der FCN-Trainer zur Disposition zu stehen, wenngleich Sportvorstand Joti Chatzialexiou dies im Nachhinein verneinte. Mit dem 3:2-Auswärtssieg bei Fortuna Düsseldorf kühlte die Trainerdiskussion im Frankenland jedoch vorerst ab.
Trainerwechsel nach FCN-Niederlage
Auf der Gegenseite traf es hingegen einen Trainerkollegen Kloses. Daniel Thioune wurde nach der Heimniederlage gegen den FCN nach über dreieinhalb Jahren bei Fortuna Düsseldorf entlassen. Zuvor hatte er mit den Rheinländern den Aufstieg 2023/24 nur knapp verpasst und war in der Relegation am VfL Bochum gescheitert. Mit lediglich zehn Punkten nach acht Spieltagen rangierte die ambitionierte Fortuna zu diesem Zeitpunkt nur auf Tabellenplatz 13 – zu wenig für die eigenen Ansprüche, denen man bis heute als nun akut abstiegsgefährdeter Vorletzter hinterherhinkt.
Job in der Bundesliga
Inzwischen hat Thioune den Sprung in die Bundesliga geschafft – erstmals in seiner Trainerkarriere. Denn seit Anfang Februar coacht der 51-Jährige Werder Bremen, wo er derzeit mitten im Abstiegskampf steckt. Vier Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung des Tabellenfünfzehnten auf den Relegationsplatz fünf Punkte. Sollte der aktuelle Rang gehalten werden, soll Thioune auch über die Saison hinaus in Bremen bleiben.
Verbleib bei Klassenerhalt
Dies bestätigte Clemens Fritz dem Kicker: „Ich bin sehr zufrieden mit seiner Arbeit“, so der Sportchef. „Ich sehe, wie er mit der Mannschaft arbeitet, was er für eine Ansprache hat, was er für eine Klarheit ausstrahlt und was er für eine inhaltliche Tiefe einbringt. Ich merke, dass da eine gute Zusammenarbeit mit den Jungs herrscht und dass Daniel ihnen klare Lösungsmöglichkeiten an die Hand gibt.
Damit ist Daniel Thioune auf gutem Weg, diese Saison in der Bundesliga zu einem guten Ende zu führen – eine Entwicklung, die nach der 2:3-Heimniederlage mit Fortuna Düsseldorf gegen den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga und der anschließenden Entlassung im Oktober kaum vorstellbar war.


