Nach FCN-Leihe: Yilmaz zwischen Konkurrenzkampf und Flexibilität

Auch über Miroslav Klose und seine Entwicklung spricht der türkische U21-Nationalspieler.

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Foto: DO IT NOW Media

Noch ohne Ersatz

Dass es für den 1. FC Nürnberg ein sehr schwieriges Unterfangen werden würde, Berkay Yilmaz adäquat zu ersetzen, war erwartbar. Gut eine Woche vor dem Ligaauftakt konnte der FCN den erhofften Neuzugang noch immer nicht präsentieren, sodass Eigengewächs Eric Porstner derzeit mehr oder weniger konkurrenzlos als Linksverteidiger gesetzt ist.

Konkurrenzkampf

Alles andere als gesetzt ist Yilmaz beim SC Freiburg, zu dem er nach seiner zweijährigen Leihe zum Club zurückkehrte. Neben Kapitän Christian Günther gilt auch Jordy Makengo bei den Breisgauern als Kandidat für den Stammplatz links hinten. „Der Konkurrenzkampf stärkt mich und er stärkt die Mannschaft. Aber natürlich bin ich ein ehrgeiziger Typ und werde alles dafür geben, dass ich am Ende in der Startelf stehe“, kommentiert Yilmaz im SWR-Interview.

Klose-Feedback

Der türkische U21-Nationalspieler bemerkt zudem, dass alle drei Kandidaten unterschiedliche Profile für die Position mitbringen und sich entsprechend gut ergänzen. „Ich bin eher der, der immer den Ball am Fuß haben möchte und viele Dribblings ansetzt – und nicht so der Tiefenläufer“, beschreibt sich der Linksfuß selbst.

Auf seine noch vorhandenen Schwächen angesprochen, erinnert er sich auch an das Coaching von Miroslav Klose, der ihn beim FCN trainierte: „Stellungsspiel, das muss ich noch verbessern. Miroslav Klose würde sagen, mein rechter Fuß. Er würde wohl auch sagen, ich soll häufiger aufs Tor schießen.“

Neue Position?

Dass der 21-Jährige ausschließlich auf seiner Stammposition als Linksverteidiger eingeplant ist, erscheint nach den bisherigen Eindrücken aus der Vorbereitung ohnehin nicht garantiert. Beim 3:1-Testspielerfolg gegen Derby County lief der Techniker im zentralen Mittelfeld auf der Achterposition auf. Im Training wurde er auch schon fußverkehrt als Rechtsverteidiger getestet. „Ich bin einfach dankbar für jede Minute Spielzeit, egal auf welcher Position“, scheint er dafür grundsätzlich offen zu sein.

Schließlich lief er zu Beginn der vorherigen Saison auch in Nürnberg zunächst im Mittelfeld auf, ehe die Franken sich hier auf dem Transfermarkt noch verstärkten. „In der 2. Bundesliga habe ich schon viele Spiele gesammelt“, denkt er sehr positiv an seine Zeit beim FCN zurück.

Wenig überraschend kann er seine ersten Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse – sowie idealerweise im europäischen Wettbewerb, da sich der SCF noch für die UEFA Conference League qualifizieren kann – kaum erwarten. „Bundesliga ist nochmal extra. Als Kind träumt man immer davon. Ich bin extrem heiß und kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht“, freut er sich auf die kommenden Wochen.