Nach FCN-Abgang: Lochoshvili in Köln als Führungsspieler eingeplant

Der Innenverteidiger galt als Wunschspieler der Kölner – und wird bereits mit einem ehemaligen Nürnberger Jugendspieler verglichen.

1. FC Nürnberg FCN News CLUBFOKUS Luka Lochoshvili Analyse
Foto: DO IT NOW Media

Daran anknüpfen

Für den 1. FC Nürnberg spielte Luka Lochoshvili eine extrem gute und konstante Saison. Wenig verwunderlich sind seine Leistungen beim FCN auch anderen Teams aufgefallen. Den Zuschlag erhielt am Ende der 1. FC Köln.

Als absoluten „Zielspieler“ bezeichnet ihn sein neuer Trainer René Wagner, der nun darauf hofft, dass der Georgier seine Qualitäten 1:1 in die Bundesliga transportieren kann. „Wir wollten einen aggressiven, großen, schnellen, zweikampfstarken Innenverteidiger, der nach einem Standard auch mal ein Tor machen kann. Das hat er letztes Jahr in Nürnberg bewiesen“, beschreibt sein neuer Coach den Linksfuß gegenüber GEISSBLOG.

Führungsrolle

Offensichtlich plant Wagner, dass sein Neuzugang von Beginn an ein wichtiger Faktor sein soll. Sowohl auf als auch außerhalb des Feldes: „Er hat einen super Eindruck gemacht in den Gesprächen, ist ein gestandener Mann. Ich glaube, er wird ein bisschen Mentalität in die Gruppe bringen.“

Jene Mentalität hat er in der Vorsaison phasenweise beim Effzeh vermisst, was unter anderem Lochoshvili auffangen soll: „Luka lässt sich nichts erzählen. Es ist wichtig, dass wir solch einen Charakter in der Mannschaft haben – jemanden, der auf dem Platz auch mal durchgreifen kann.“

Vergleich

Linksfuß, kopfballstark, eine gute Physis sowie eine hohe Aggressivität im direkten Duell – Wagner sieht „tatsächlich“ bei Lochoshvili Parallelen zu einem Innenverteidiger, der ebenfalls schon für den 1. FC Nürnberg auflief. Auch wenn man ihn wahrscheinlich eher mit seinen Stationen in Köln oder derzeit beim VfB Stuttgart in Verbindung bringt, lief Jeff Chabot von 2010 bis 2011 in der FCN-Jugend auf.

„Der Luka ist ein bisschen schneller als der Jeff, hoffentlich nimmt mir Jeff das jetzt nicht übel“, vergleicht der Kölner Trainer spaßeshalber – und hat damit Recht. In der vergangenen Saison erreichte der ehemalige Nürnberger mit 34,4 km/h einen um mehr als 2 km/h höheren Top-Speed.

Vorfreude

Sowohl der 1. FC Köln als auch Luka Lochoshvili freuen sich, dass der Transfer über die Bühne ging. Während Wagner „super happy [ist], dass Luka jetzt da ist“, geht der Innenverteidiger selbstbewusst an seine neue Aufgabe heran: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Ich mag es, gegen gute Gegner zu spielen. Ich habe keine Angst davor, wer mir gegenübersteht – es motiviert mich nur noch mehr.“

Der 1. FC Nürnberg dürfte dagegen hoffen, dass die neu formierte Innenverteidigung ähnlich gut funktioniert wie in der Vorsaison.