FCN verliert komplette Viererkette
Der Beginn der abgelaufenen Sommertransferperiode sollte nicht nur den Fans des 1. FC Nürnberg Sorgen bereiten. Schließlich musste man den Abgang der gerade zum Saisonende immer besser eingespielten Viererkette hinnehmen. Während dies bei den geliehenen Außenverteidigern Henri Koudossou und Berkay Yilmaz bereits abzusehen war, überraschte vor allem der Verkauf der Abwehrzentrale: Fabio Gruber und Luka Lochoshvili zog es für insgesamt kolportierte 8,4 Millionen Euro in Richtung Bundesliga zum 1. FSV Mainz 05 beziehungsweise zum 1. FC Köln.
„Dachte, dass wir eine etwas schlechtere Mannschaft sind“
Inzwischen ist hinlänglich bekannt, wie gut Sportvorstand Joti Chatzialexiou und Co. angesichts des historischen Saisonstarts mit 16 von 18 möglichen Punkten den Ausverkauf der eigenen Abwehrreihe auffangen konnten. Nichtsdestotrotz sorgten die Abgänge nicht nur unter den Fans für Bedenken.
„Unsere komplette Abwehrreihe aus der vergangenen Saison ist gegangen. Fast alle sind in die Bundesliga gewechselt“, erklärte Adam Markhiyev in einem Interview mit Atleetti und gab zu: „Am Anfang dachte ich, dass wir eine etwas schlechtere Mannschaft sind.“
Bedenken, die sich angesichts der bisherigen Leistungen jedoch längst zerstreut haben: „Aber vielleicht spielen wir sogar besser als im vergangenen Jahr und haben Spaß am Fußball.“
Markhiyev befolgt Kloses Rat
Markhiyev selbst trägt mit seinen starken Leistungen dazu bei, dass es beim Club in dieser Saison so gut läuft – inzwischen sogar mit Toren: „In der vergangenen Saison habe ich nicht so häufig geschossen wie in dieser Saison. Ich bin da ein bisschen auf den Geschmack gekommen und schieße jetzt vielleicht öfter.“
Dies sei auch auf einen Rat seines Trainers Miroslav Klose zurückzuführen, wie er verrät – wenngleich sich der 24-jährige Mittelfeldspieler gewohnt selbstbewusst gibt: „Ich finde, dass ich eigentlich einen ziemlich guten Schuss habe. Vielleicht war ich früher nicht mutig genug, es zu versuchen. Aber jetzt, wo ich Tore erzielt habe, schieße ich vielleicht häufiger.“
Zeitpunkt der Länderspielpause nicht ideal
Beim kommenden Topspiel am Samstagabend könnte Adam Markhiyev dann den nächsten Versuch unternehmen, sein viertes Saisontor zu erzielen. Die nun zurückliegende Länderspielpause sah der Sechser angesichts des Erfolgslaufes nicht als optimal an: „Diese Länderspielpause kam für uns nicht zum perfekten Zeitpunkt, weil wir gerade so gut in Form waren.“
Was allerdings nichts an seinem Optimismus hinsichtlich einer nahtlosen Fortsetzung ändert: „Aber wir haben eine wirklich gute Mannschaft und hoffentlich geht es genauso weiter.“


