Viermal 30 Minuten gegen Mannheim
In viermal 30 Minuten besiegte der 1. FC Nürnberg im ersten Härtetest der Vorbereitung den Drittligisten Waldhof Mannheim mit 3:2 – den ausführlichen Spielbericht gibt es auf CLUBFOKUS.de. Auch wenn sich die Mannschaft von Miroslav Klose im Verlauf der Partie steigerte, wurden noch einige Abstimmungsprobleme sowie Luft nach oben in puncto Eingespieltheit und Sauberkeit sichtbar.
Alle 24 eingesetzten Spieler in der folgenden Kurzbewertung:
Erste Elf (Minute 1 bis 60)

Jan Reichert (TW): Rückte im Spielaufbau immer wieder zwischen die Innenverteidiger, um Gegenspieler herauszulocken. Beim Gegentor fehlte ihm etwas das nötige Glück.
Giannis Masouras (RV): Sehr vertikal und risikofreudig in seinen Aktionen. Nicht immer präzise, hielt die rechte Seite aber konsequent breit, gab Tiefe und brachte zwei bis drei gefährliche Flanken in den Strafraum.
Alexios Kalogeropoulos (RIV): Sah beim Gegentor nicht gut aus. Im Spielaufbau zudem noch mit Problemen bei der Positionierung.
Styopa Mkrtchyan (LIV): Strahlte im Aufbau grundsätzlich Ruhe aus, leistete sich aber auch einige leichtsinnige Ballverluste. Zeigte einen starken Diagonalball, hatte im Vorwärtsverteidigen jedoch ein- bis zweimal kein gutes Timing.
Eric Porstner (LV): Hatte Probleme bei Bällen in den Rücken. Schaltete sich offensiv aber immer wieder im Wechsel mit Vordermann Moustfa mit ein.
Marc Kornwachs (ZDM): Überzeugte auf engem Raum mit Ruhe und Pressingresistenz. Gegen den Ball noch nicht ganz so weiträumig und aggressiv, körperlich ist ebenfalls noch Entwicklungspotenzial vorhanden.
Javier Fernandez (ZM): Stark im Gegenpressing und ließ sich immer wieder tief fallen, um den Spielaufbau zu unterstützen. Noch nicht ganz so dominant wie zuletzt, deutete seine Bedeutung für das Nürnberger Spiel mit seinem Tor aber erneut an.
Rayan Ghrieb (RF): War häufig am Ball und suchte viele Aktionen. Es fehlte allerdings noch an Sauberkeit, der letzten Aktion und teilweise auch an der Entscheidungsfindung.
Finn Becker (ZOM, bis Minute 30): War nur wenig ins Spiel eingebunden. Wenn er mit seinem starken linken Fuß aufdrehen konnte, wurde es allerdings sofort gefährlich.
Sigurd Haugen (ST/ ZOM): Hatte noch Probleme bei der Positionsfindung und wurde von Miroslav Klose häufig gecoacht. Auch die Bindung zu seinen Offensivpartnern und die Sauberkeit in seinen Aktionen waren noch ausbaufähig, sein Potenzial mit unberechenbaren Bewegungen blitzte immerhin ansatzweise auf.
Can Moustfa (LF): Hatte noch Schwierigkeiten im ersten Kontakt und leistete sich einige Fehlpässe. Agierte breiter als Pendant Ghrieb, viele Aktionen gelangen ihm jedoch noch nicht.
Adriano Grimaldi (ST, ab Minute 31): Suchte konsequent die Präsenz im Strafraum. Arbeitete vor dem 1:1 stark gegen den Ball und verfolgte seinen Gegenspieler konsequent, wodurch er den Ballverlust provozierte.
Zweite Elf (Minute 61 bis 120)

Robin Lisewski (TW): Beim Gegentor sprang ihm ein Rückpass unglücklich über den Fuß. Ansonsten ein solider Auftritt mit mindestens einer weiteren starken Parade.
Tim Janisch (RV): Agierte mutig und couragiert. Hielt hinter Justvan konsequent die Breite, arbeitete fleißig nach vorne und hinten, ließ den Raum hinter sich aber gelegentlich offen.
Khalid Abu El Haija (RIV): Suchte im Aufbau immer wieder das Prinzip „spielen und gehen“. Mutig, wenn auch nicht immer fehlerfrei. Zudem mit einem sehenswerten Freistoß ans Lattenkreuz und einer starken Physis.
Fynn Otto (LIV): Sehr sauberer Aufbauspieler mit guter Passschärfe sowie viel Progressivität und Diagonalität.
Justin von der Hitz (LV): Interpretierte die ungewohnte Linksverteidigerposition häufig einrückend, um Zoma die Breite zu öffnen. Zeigte einige gute Offensivdribblings, leistete sich aber auch leichtsinnige Ballverluste.
Adam Markhiyev (ZDM): Wollte dem Spiel mit Ball seinen Stempel aufdrücken und übernahm viel Verantwortung im Mittelfeld. Überzeugte mit starken Diagonalpässen auf Zoma, einer wichtigen Balleroberung und anschließendem Assist zum Siegtreffer.
Rafael Lubach (ZM): Agierte in einer freien Rolle im Mittelfeld, war sehr umtriebig und stellte immer wieder die Verbindung zu Zoma her. Bewegte sich hierfür häufig in den linken Halbraum.
Marko Soldić (ZOM): Auf gute erste Aktionen folgte nicht immer die passende Anschlussaktion. Seine technische Klasse auf engem Raum ließ der Offensivspieler dennoch mehrfach aufblitzen. Wurde zudem von Klose häufig bei der Positionierung gecoacht.
Julian Justvan (RF): War lange nur wenig ins Spiel eingebunden, steigerte sich im weiteren Verlauf aber. Auf der rechten Seite deutlich weniger im Fokus als der dominante Zoma auf links.
Mohamed Ali Zoma (LF): Kaum zu stoppen im Eins-gegen-eins. Überzeugte mit Dynamik, Zug zum Tor und vielen Dribblings. Verpasste zwar mehrfach einen Treffer, zeigte aber gleichzeitig immer wieder Übersicht für seine Mitspieler. Das Zusammenspiel mit Lubach auf der linken Seite könnte sehr interessant werden.
Piet Scobel (ST): Fand wieder häufiger gefährliche Räume und zeigte seine Abschlussstärke. Überzeugte zudem mit einer starken Ballan- und -mitnahme im Stil eines klassischen Mittelstürmers und wirkte insgesamt dynamischer.
Miguel Hurtado (LIV): Solider Auftritt auf der ungewohnten Innenverteidigerpositon.


