Nach 18 Jahren FCN: Hofmann hat „ein neues Zuhause gefunden“

Der ehemalige Nürnberger entschied sich bewusst gegen die 2. Bundesliga.

Jannik Hofmann 1. FC Nürnberg FCN News Analyse Taktik Daten
Foto: FCN.de

18 Jahre Nürnberg

2008 – mit damals gerade mal sechs Jahren wechselte Jannik Hofmann in die Jugend des 1. FC Nürnberg. Beim FCN durchlief der gebürtige Bayreuther sämtliche Jugendteams und durfte sogar sein Zweitligadebüt feiern. Den endgültigen Durchbruch bei den Profis traute man ihm beim Club aber wohl nicht zu.

So wechselte der schnelle Rechtsfuß im Sommer fest zu Rot-Weiss Essen, wohin er bereits in der vergangenen Saison ausgeliehen war. Damit ging nach insgesamt 18 Jahren beim FCN eine ganz besondere Zeit für Hofmann zu Ende.

Neues Zuhause gefunden

Im Gespräch mit der WAZ gibt der 24-Jährige nun Einblicke, warum er sich erneut für Essen entschied. Das war gar nicht so selbstverständlich. Schließlich wollte er ursprünglich 2026/27 in der 2. Bundesliga Fuß fassen. Dies ist in Essen nicht möglich, da man den Aufstieg in der Relegation bekanntermaßen denkbar knapp gegen die SpVgg Greuther Fürth verpasste.

„Ich habe hier einfach ein neues Zuhause gefunden“, machte am Ende den Unterschied, dass er sich beim Drittligisten „unfassbar wohl“ fühlt – obwohl er noch nie zuvor in seinem Leben so weit vom Frankenland entfernt war. So sei es ihm mehr wert gewesen, zu wissen, dass er sich bei RWE wohlfühlt, anstatt ein neues Kapitel bei einem Zweitligisten zu wagen, was aber wohl ebenfalls möglich gewesen wäre.

Einer der Gründe dafür sind unter anderem die Essener Fans. „Wenn du heute wieder siehst, wie viele Fans bei den Temperaturen hier sind – das ist schon, in meiner Sprache, geisteskrank“, schwärmt er von den Anhängern.

Mehr Verantwortung

Dass man den Aufstieg verfehlte, nagte lange am ehemaligen Nürnberger. „Wenn du weißt, dass du so knapp gescheitert bist, bist du natürlich hoch motiviert, das irgendwann besser zu machen“, kann er daraus mittlerweile wieder neue Energie schöpfen.

Um es idealerweise in der anstehenden Saison besser zu machen, möchte er auch in seiner Persönlichkeitsentwicklung den nächsten Schritt gehen und vorangehen: „Ich habe schon den Anspruch, mit meiner Mentalität die Jungs mitzuziehen.“

Ob er dabei rechts hinten, als Schienenspieler oder sogar offensiv auf dem Flügel aufläuft, ist für ihn sekundär. „Ich habe Bock auf den Verein, Bock auf die Truppe“, freut er sich auf die nächsten Wochen und Monate – bei einem Verein, der für ihn mittlerweile wohl schon mehr als „nur“ ein Arbeitgeber geworden ist.