Perfekte (Derby)saison
Die U23 des 1. FC Nürnberg nähert sich der Meisterschaft der Regionalliga Bayern. Nach 29 absolvierten Spielen rangiert der FCN auf Platz 1 – mit zwei Zählern Vorsprung auf Verfolger Unterhaching und zudem einem Spiel weniger. Nicht nur die Ausbeute von 66 Punkten ist außergewöhnlich gut – vor allem gewann man alle vier Derbys. Gegen die SpVgg Greuther Fürth siegte man mit 2:1 auswärts und 2:0 zu Hause, zudem fuhr man am Dienstagabend im Max-Morlock-Stadion vor über 1.000 Zuschauern auch den zweiten Saisonsieg gegen den FC Bayern ein.
Viele spannende Namen und Talente
Das Hinspiel gewann man mit 3:0 in München – nun sorgte ein 4:1 für klare Verhältnisse. Auch die Aufstellung bot einige Highlights. Unter anderem lief Marko Soldic für den FCN auf – ebenso wie weitere Talente rund um Eric Porstner, Justin von der Hitz, Noah Maboulou und Ayoub Chaikhoun. Soldic war es auch, der in der 14. Minute im Strafraum den Überblick behielt und für den besser postierten Joel Skowronek querlegte, der zur Führung einschoss.
„Ich denke, wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft“, sah Trainer Andreas Wolf am BFV-Mikrofon einen überlegenen FCN, der unter anderem über die rechte Seite durch von der Hitz gefährlich wurde und hätte erhöhen können. „Vor allem in der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel total im Griff, machen das 1:0 und können das zweite Tor machen.“
In der Höhe verdient
Dennoch kassierte man noch vor der Pause den Ausgleich, nachdem man im Spielaufbau den Ball verlor. Nach der Halbzeit waren die Franken erneut überlegen und drückten auf die Führung – mussten sich aber gedulden. „Wir wollten unser Spiel über 90 Minuten durchziehen“, so Wolf.
Der eingewechselte Tino Kusanovic brachte den FCN in der 81. Minute nach einem tollen Pass von Khalid Abu El Haija wieder in Führung. Sechs Minuten später traf El Haija selbst sehenswert nach einem Freistoß. Den Schlusspunkt setzte erneut Kusanovic mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 (89.) – nach Vorlage von Tobias Heß.
Unglücklicher Einstand
Während es für die Nürnberger Zweitvertretung ein nahezu perfekter Abend war, verlief der Einstand von Michael Wiesinger unglücklich. Nach sieben Jahren als NLZ-Leiter des FCN trat er seinen neuen Job in München bereits zehn Tage früher als ursprünglich kommuniziert an – und musste ausgerechnet an seinem ersten Tag eine deutliche 1:4-Niederlage gegen seinen Ex-Klub miterleben. „Ich glaube, das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung“, zeigte sich Wolf hingegen zufrieden.


