Zweites Jokertor in Folge
Am vergangenen Wochenende war es endlich so weit: Durch den zwischenzeitlichen 4:3-Führungstreffer von Giannis Masouras beim 4:4-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg endete für den 1. FC Nürnberg und Miroslav Klose eine fast ein Jahr andauernde Durststrecke.
Denn erstmals seit Ende Oktober des Vorjahres konnte ein eingewechselter Spieler für den FCN wieder ein Tor erzielen. Nur eine Woche später gelang dies nun erneut. Diesmal traf der von der Bank gekommene Styopa Mkrtchyan zum Ausgleich beim 1:1-Unentschieden bei Energie Cottbus – womit die Franken bereits die Jokertor-Ausbeute der gesamten Vorsaison eingestellt haben.
Kuriose Serie seit über einem Jahr
Kurios: Damit setzt sich eine nun schon über ein Jahr anhaltende Serie beim Club fort. Denn zum dritten Mal in Folge wurde ein Nürnberger Jokertor von einem Abwehrspieler erzielt. Vor Mkrtchyan und Masouras traf zuletzt der inzwischen abgewanderte Ex-Kapitän Robin Knoche.
Heißt gleichzeitig auch: Dass ein Offensiv- oder zumindest Mittelfeldspieler als Joker mit einem Tor stach, liegt inzwischen schon 13 Monate zurück. Im September 2025 erzielte Adriano Grimaldi sein bis heute einziges Tor für die Franken, das damals den 2:1-Last-Minute-Sieg über den VfL Bochum bedeutete.
Zweite Offensivreihe rückt in den Fokus
Miroslav Klose dürfte es herzlich egal sein, wer die Jokertore erzielt – solange sie, wenn nötig, wie nun in Cottbus zum zweiten Mal hintereinander überhaupt fallen und Punkte sichern. Ohnehin wird die zweite Offensivreihe der letzten Wochen, die sich bislang immer wieder als Joker beweisen durfte, diese Möglichkeit vorerst kaum noch erhalten.
Denn nach den Verletzungen von Finn Becker und Mohamed Ali Zoma rücken Spieler wie Rayan Ghrieb, William Bøving und Rafael Lubach zunehmend in den Fokus – und werden in die Pflicht genommen, künftig als Startspieler für Tore zu sorgen. Vielleicht gelingt es dafür künftig einem anderen Offensivspieler, nach seiner Einwechslung die kuriose Serie der Nürnberger Abwehr-Joker zu durchbrechen.


