Millionenablöse für Chatzialexiou-Wechsel nach Frankfurt im Gespräch – FCN weiß von nichts

Es scheint zunehmend wahrscheinlicher, dass der 1. FC Nürnberg tatsächlich den Abgang seines Sportvorstands verschmerzen muss.

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Foto: DO IT NOW Media

Chatzialexiou Favorit der Eintracht

Wie Sky am Mittwochvormittag vermeldete, soll Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg neben Marcel Schäfer von RB Leipzig einer von zwei verbliebenen Kandidaten für die Nachfolge des abgetretenen Markus Krösche als Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt sein. Demnach soll der 50-Jährige bereits Gespräche mit dem Bundesligisten geführt haben.

Diese Meldung konkretisierte wenig später die BILD. Demnach soll Chatzialexiou der klare Favorit der Frankfurter Verantwortlichen sein und eine Grundsatzentscheidung zugunsten des 50-Jährigen bereits gefallen sein.

Millionenablöse im Gespräch

Andere zuvor gehandelte Kandidaten sollen hingegen keine Rolle mehr spielen. Auch Schäfer, der bislang nicht kontaktiert worden sein soll, scheint demnach nicht mehr die erste Wahl zu sein.

Nach Informationen von hr-sport soll der ehemalige DFB-Funktionär ebenfalls der Favorit der Hessen sein und bereits Kontakt mit Aufsichtsratschef Mathias Beck gehabt haben. Im Falle eines Wechsels von Chatzialexiou vom FCN nach Frankfurt wäre zudem eine Ablösesumme im unteren einstelligen Millionenbereich im Gespräch, wie die BILD weiter berichtet.

FCN weiß von nichts: „Keine Kontaktaufnahme“

Seitens der Franken will man bislang nichts von den konkreten Frankfurt-Gerüchten um Chatzialexiou wissen. Gegenüber den Nürnberger Nachrichten und der BILD gab der Club zu verstehen:

„Wir sind sehr froh, dass Joti bei uns im Verein ist. Die Zusammenarbeit im Vorstand läuft hervorragend, in der gemeinsamen Zeit hat sich in seinem Bereich beim 1. FC Nürnberg sehr viel in die positive Richtung entwickelt. Dass dadurch andere Vereine auf ihn aufmerksam werden und sich mit ihm beschäftigen, ist eine Wertschätzung seiner Arbeit und bestätigt uns erneut darin, dass wir mit seiner Verpflichtung im Sommer 2024 richtig gelegen haben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es keine Kontaktaufnahme durch Eintracht Frankfurt.“

Vor gut einer Woche noch kein Kontakt

Gut möglich, dass die Eintracht erst Kontakt zum FCN aufnimmt, sollte die Entscheidung tatsächlich zugunsten von Chatzialexiou gefallen und eine Einigung mit dem Noch-Nürnberger erzielt worden sein.

Noch gibt es allerdings keine offizielle Bestätigung dafür, dass Chatzialexiou mit dem Verein aus seiner Heimatstadt tatsächlich in Kontakt steht. Bei seiner bislang letzten öffentlichen Stellungnahme vor mehr als einer Woche hatte der Deutsch-Grieche noch erklärt:

„Es ist sicherlich eine Wertschätzung meiner Arbeit, zu diesem Kandidatenkreis zu gehören. Allerdings gibt es mit Eintracht Frankfurt keinerlei Vereinbarungen und keinen Kontakt. Es ist daher kein Thema, mit dem ich mich derzeit befasse. Der Fokus liegt auf dem FCN.“

Abgang zunehmend wahrscheinlicher

Dies scheint sich den übereinstimmenden Berichten von gleich drei verschiedenen Medien zufolge inzwischen geändert zu haben. Insofern erscheint der zunächst unwahrscheinlich wirkende Fall, dass Joti Chatzialexiou den 1. FC Nürnberg nur zwei Monate nach seiner Vertragsverlängerung verlassen könnte, zunehmend realistisch.

Und das ausgerechnet in einer Phase, in der seine Aufbauarbeit nach gut zwei Jahren beim Club sportlich Früchte zu tragen scheint.