Walter verweist auf FCN-Tore: „Das nötige Glück“
Mit dem Auswärtsspiel bei Holstein Kiel will der 1. FC Nürnberg seinen perfekten Ligastart weiter ausbauen und den vierten Sieg im vierten Spiel einfahren. Trotz dieser bislang makellosen Bilanz stellt der gegnerische Trainer fest, dass dem FCN in der aktuellen Phase auch das „nötige Glück“ zugutekommt. „Gut. Muss man auch ganz ehrlich zugeben, dass es gut war. Man muss auch sehen, wie sie ihre Tore erzielen“, verweist Tim Walter auf den jüngsten 4:1-Erfolg des Clubs über Arminia Bielefeld.
„Gerade das erste Tor gegen Bielefeld: er hat den Ball eigentlich zweimal verloren und kommt trotzdem durch. Das ist halt einfach Glück und Pech und das liegt sehr nah beieinander. Wenn man die anderen beiden Tore ansieht: das sind Schüsse aus 30 Metern. Der eine wird abgefälscht, der andere geht rein“, nennt der 50-Jährige Beispiele dafür, dass derzeit auch vieles in Richtung des Tabellenführers läuft: „Das gibt es natürlich im Fußball, dass eine Mannschaft im Aufwind ist und dann das nötige Glück mitbringt.“
Individuell starker FCN spiele „einen guten Ball“
Nichtsdestotrotz will Walter die Leistung und Qualität seines kommenden Gegners nicht schmälern: „Trotzdem machen sie es gut als Mannschaft, haben individuelle Qualität“, gegen die es sich als Holstein gemeinschaftlich zu wehren gelte. Der starke Start kommt für Walter nicht überraschend, „weil sie schon letztes Jahr einen guten Ball gespielt haben. Sie haben auf zentralen Positionen gute Spieler“, nennt der KSV-Trainer Adam Markhiyev und Jan Reichert als Beispiele: „Letztlich ist es eine gute Mannschaft, aber wenn einige Dinge zusammenkommen wie Glück und Pech, da kann es natürlich auch mal in eine andere Richtung gehen.“
Zoma „aufs Klo“ begleiten?
Dem derzeit großen Unterschiedsspieler des FCN, Mohamed Ali Zoma, will Walter allerdings keine Sonderbehandlung zukommen lassen – zumindest reagiert er auf eine derartige Frage mit Sarkasmus: „Wir spielen wir vor 30 Jahren Eins-gegen-Eins und ich lasse ihm einen auf die Füße stellen, der ihm auch noch aufs Klo begleitet und dann dort noch deckt. Nochmal: es geht nur zusammen.“
Dabei setzt er auch ein wenig auf das Prinzip Hoffnung: „Trotzdem wirst du Qualität nicht verhindern können. [..] Es gibt Ausnahmespieler, Zoma ist jetzt in der 2. Bundesliga vielleicht einer davon.“ Deswegen hoffe man, „dass er einen nicht ganz so guten Tag hat“.
Zuversichtlicher Walter
Unter dem Strich ist Tim Walter aber guter Dinge, dass seine KSV nach nur zwei Punkten aus den ersten Spielen vor heimischer Kulisse den ersten Sieg einfährt, „weil wir letzte Woche schon gut gespielt haben“. Nun gehe es darum, dass „endlich mal der Knoten“ platze: „Dann kann es eher so sein wie bei Nürnberg, dass es von alleine läuft. Ich bin überzeugt von der Qualität der ganzen Mannschaft. Darum bin ich zuversichtlich.“


