„Leider nur noch ein Spiel“ – für welchen FCN-Profi das Saisonende zum falschen Zeitpunkt kommt

Der Rechtsfuß wird beim 1. FC Nürnberg eine „unglaubliche Mannschaft“ vermissen.

1. FC Nürnberg FCN News CLUBFOKUS Henri Koudossou Berkay Yilmaz Adam Markhiyev Luka Lochoshvili Analyse Mannschaft
Foto: DO IT NOW Media

Lange raus

Nur vier Spiele konnte er für den 1. FC Nürnberg absolvieren, nachdem ihn der FCN im vergangenen Sommer vom FC Augsburg ausgeliehen hatte. Daraufhin fiel er von September 2025 bis März 2026 aufgrund einer Sprunggelenksverletzung aus. In seinen ersten Einsätzen danach merkte man Henri Koudossou durchaus an, dass er lange Zeit verletzt fehlte – „irgendwo normal“ sei das laut seinem Trainer Miroslav Klose gewesen.

Tempo genutzt

In den vergangenen Wochen kommt der 26-Jährige aber immer besser in Fahrt. Im vorletzten Heimspiel gegen den FC Magdeburg konnte er den 1:0-Siegtreffer mit einem fulminanten Antritt vorbereiten, beim 3:0-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 traf er nach einem gut getimten Tiefenlauf sogar selbst. „Wir wussten, dass sie auf Abseits spielen mit ihrer hohen Kette und dass dahinter entsprechend viel Platz ist. Das wollten wir mit unserem Tempo nutzen“, war genau dies der Plan des Clubs.

Immer besser

Auch abgesehen davon lieferte der Rechtsverteidiger ein starkes Spiel ab – und kommt immer besser in Fahrt. Klose betont „das Paket“ aus Geschwindigkeit und intensiven Läufen, das Koudossou mitbringt – und dass er mittlerweile auch mit dem Ball am Fuß bessere Lösungen findet.

Nicht nur Koudossou selbst sagt, dass er immer mehr in Richtung 100% kommt. Sein Trainer findet ähnliche Worte: „Leider für ihn – das muss man so sagen – ist jetzt nur noch ein Spiel. Weil er kommt gerade richtig gut rein.“

Qualität für mehr

Zum Abschied hofft der schnelle Rechtsfuß in Hannover nochmal auf ein erfolgreiches Spiel mit dem Club. Unabhängig davon ist er der Meinung, dass in dieser Saison mehr möglich gewesen wäre. „Das hätten wir öfter in der Saison schaffen sollen, weil die Qualität dafür haben wir auf jeden Fall“, wären Koudossou zufolge mehr Auftritte wie gegen Schalke möglich gewesen.

Warum das aber nicht immer funktionierte, lag laut ihm daran, dass man es sich oft „selber schwierig“ gemacht habe und zu wenig Tore erzielte oder nur eine Halbzeit gut performte. „Wir haben eine unglaubliche Mannschaft“, ist er ansonsten von den Fähigkeiten des Nürnberger Teams absolut überzeugt. Die Qualitäten, die er selbst mitbringt, gilt es für den FCN in der kommenden Spielzeit zu ersetzen – was gar nicht so einfach werden dürfte.