FCN-Gegner verpflichtet Spieler
Wenn der 1. FC Nürnberg am Freitagabend bei Energie Cottbus antritt, muss er sich auf einen Spieler vorbereiten, der am letzten Spieltag noch gar nicht bei den Lausitzern unter Vertrag stand. Denn am Mittwoch vermeldete der Aufsteiger einen Zugang – der allerdings nicht wirklich neu ist. Leon Guwara spielte bereits in der vorangegangenen Aufstiegssaison für die Brandenburger und trainierte auch in den zurückliegenden Wochen mit der Mannschaft von Trainer Pele Wollitz. Nun unterschrieb der Linksverteidiger erneut beim FCE.
Kapitän verletzt – Guwara sofort gegen FCN?
Hintergrund sind muskuläre Probleme von Kapitän Axel Borgmann, die zu Handlungsbedarf auf der linken Abwehrseite führten. „Wir hatten die ganze Zeit offen kommuniziert, dass wir Leon die Möglichkeit bieten, bei uns im Training dabei zu sein und wir schauen wollen, wie sich die Dinge entwickeln“, so Wollitz, der von den Qualitäten des 18-fachen Bundesligaspielers „komplett überzeugt“ ist.
Nach Angaben des Vereins kann Guwara „sofort loslegen“. Heißt: Beim Spiel gegen den FCN könnte der Routinier bereits in der Startelf stehen und es dementsprechend mit Rayan Ghrieb oder William Bøving auf der rechten Offensivseite des Clubs zu tun bekommen. Für den Außenverteidiger wäre es der erste Pflichtspieleinsatz seit Februar, nachdem ihn ein Muskelfaserriss für den Rest der Vorsaison außer Gefecht gesetzt hatte. Zuvor stand er zwölfmal von Beginn an auf dem Platz.
„Fester Bestandteil der Mannschaft“
Insofern sind die Hoffnungen bei Energie Cottbus hoch, dass Leon Guwara keine Anlaufzeit braucht und direkt gegen den 1. FC Nürnberg helfen kann: „Leon ist weiter Bestandteil der Mannschaft, allerdings ohne Vertrag“, sagte Wollitz schließlich noch im Sommer. Wie gut er das nun umsetzen kann, könnte gegen die beste Offensive der 2. Bundesliga mit 20 Toren aus den ersten sieben Spieltagen bereits auf die Probe gestellt werden.


