Koudossou kann sich FCN-Verbleib „vorstellen“, aber…

Am Wochenende mutierte er zum Unglücksraben. Seine Zukunft bleibt weiterhin offen.

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Foto: DO IT NOW Media

Unglücksrabe

Der 1. FC Nürnberg lieferte am Wochenende bei der 0:2-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden keine gute Partie ab. „Auch im Spiel hat es sich nicht gut angefühlt“, analysierte FCN-Leihspieler Henri Koudossou im Nachgang. Passend war auch das Gegentor zum 0:1, das ein denkbar unnötiges Eigentor des 26-Jährigen war: „Ich bin extrem enttäuscht und sauer auf mich selber, weil das absolut nicht nötig war. Ich denke, ich stehe eigentlich ganz gut. Ich muss den Ball mit dem linken Fuß klären oder kann ihn vielleicht sogar noch annehmen.“

Vor allem für die Mannschaft tat ihm die Situation leid, für die er sich auch entschuldigte: „Das darf natürlich nicht passieren. Ich habe es der Mannschaft unfassbar schwer damit gemacht.“

Qualität für mehr

Warum der Club auch abgesehen davon vieles vermissen ließ, konnte sich Koudossou „nicht genau erklären“ – der vom FC Augsburg verliehene Rechtsverteidiger vermisste vor allem Kontrolle auf Seiten des Clubs: „Wir müssen einfach schauen, dass wir unser Spiel aufzwingen und nicht andersrum. Ich denke, sie haben es ganz gut gemacht und genau das geschafft, was sie gegen uns wollten: dass wir den Ball nicht zum Laufen kriegen.“

Mit der Nürnberger Ausbeute von 37 Zählern nach 29 Spieltagen ist der gebürtige Münchner nicht zufrieden – vor allem, da die FCN-Mannschaft seiner Meinung nach über mehr Potenzial verfügt: „Ich denke, mit der Qualität, die wir haben, stehen wir zu weit unten.“

Zukunft unklar

Wo es für Koudossou in der kommenden Spielzeit weitergehen wird, ist noch nicht geklärt. Nach seiner langwierigen Verletzung konnte er zuletzt wieder regelmäßig spielen, sieht sich selbst zwar „noch nicht bei 100 Prozent“, aber auf einem „ganz guten Weg“.

FCN-Trainer Miroslav Klose ließ bereits durchklingen, dass er an einer weiteren Saison mit Koudossou interessiert wäre. „Klar kann ich es mir vorstellen“, äußert sich der Rechtsverteidiger selbst. „Ich weiß nicht, was passiert. Ich habe noch nicht mit Augsburg geredet. Ich kann mir natürlich auch gut vorstellen, wieder nach Augsburg zu gehen“, wartet der 26-Jährige das Gespräch mit seinem Stammverein ab.

Sollten die Fuggerstädter Koudossou erneut abgeben wollen, könnte die Wahl wieder auf den Club fallen: „Ich fühle mich bei beiden wohl, aber alles andere wird sich zeigen. Aber das ist nichts, worauf ich mich gerade konzentriere.“