Letzte FCN-Niederlage: Tiefschlag im April
Der 4. April dieses Jahres war ein echter Tiefschlag für den 1. FC Nürnberg. Mit einem uninspirierten Heimauftritt verlor der FCN am 29. Spieltag der Vorsaison mit 0:2 gegen Dynamo Dresden. Daraufhin kündigte Miroslav Klose an, mit seiner Mannschaft „knallhart“ ins Gericht zu gehen, nachdem dem Trainer bereits die Trainingswoche zuvor nicht gefallen hatte.
Dass dieses Spiel bis heute die letzte Niederlage des Clubs bleiben sollte, hätte damals wohl kaum jemand ahnen können. Denn inzwischen marschieren die Franken seit einem halben Jahr ungeschlagen durch die 2. Bundesliga. Die Bilanz: elf Spiele, sieben Siege und vier Remis. Eine Serie, die im deutschen Profifußball ihresgleichen sucht.
Nur FC Bayern länger unbesiegt
Tatsächlich ist in den ersten drei deutschen Profiligen derzeit nur der FC Bayern München länger ungeschlagen. Die Mannschaft von Vincent Kompany kassierte ihre letzte Bundesliga-Niederlage am 24. Januar beim 1:2 gegen den FC Augsburg und ist demzufolge seit 19 Bundesligaspielen unbesiegt.
Dahinter folgt bereits der 1. FC Nürnberg mit seinen elf Ligaspielen ohne Niederlage. Den diesbezüglich dritten Rang teilen sich Rot-Weiss Essen, Borussia Dortmund und Hertha BSC mit jeweils sechs ungeschlagenen Ligaspielen. Die beiden Letztgenannten können dabei sogar die derzeit längste Siegesserie vorweisen. Die Hertha gewann alle sechs Ligaspiele dieser Saison und liegt dadurch zwei Zähler vor dem FCN.
FCN und FCB obenauf
Zählt man neben dem Ligabetrieb auch die weiteren Pflichtspiele hinzu, liegt der Club mit dem FCB sogar gleichauf. Durch das Weiterkommen im DFB-Pokal bei Viktoria Köln kommt die Klose-Elf auf zwölf Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage – ebenso viele wie die Münchner seit der Niederlage im Champions-League-Halbfinal-Hinspiel in Paris.
Heißt: Der 1. FC Nürnberg gehört seit einiger Zeit zu den am schwersten zu schlagenden Mannschaften im deutschen Profifußball – wenngleich selbstverständlich auf einem völlig anderen Niveau als der FC Bayern. Und es dürfte derzeit nur wenige Standorte hierzulande geben, an denen die Stimmung besser sein könnte als bei den beiden bayerischen Erfolgsklubs.
„Deswegen stimmt alles und wir stehen momentan zurecht da, wo wir stehen“, hielt Miroslav Klose nach dem historischen Saisonstart mit 16 von 18 möglichen Punkten fest.


