Chatzialexiou lobt „jungen Trainer“ Klose
Nach Platz zehn und zuletzt Rang acht geht der 1. FC Nürnberg mit dem Trainingsauftakt am vergangenen Montag in seine dritte Saison unter Miroslav Klose. Schließlich wurde der auslaufende Vertrag des 48-Jährigen bereits zu Jahresbeginn verlängert.
Den bisherigen zwei Jahren stellt Joti Chatzialexiou ein positives Zeugnis aus, wie er im Rahmen des Trainingsauftakts verriet: „Mein Trainer hat sich in den zwei Jahren gut entwickelt“, zeigt sich der Sportvorstand grundsätzlich zufrieden, betont aber gleichzeitig: „Er ist zwar Weltmeister, aber ein junger Trainer, der natürlich auch seine Entwicklung und seine Themen hat. Der seine Fehler macht, wie wir alle.“
Mit „jung“ dürfte vor allem Kloses Trainererfahrung im Profifußball gemeint sein. Schließlich kommt der Weltmeister von 2014 inklusive seines achtmonatigen Engagements beim SCR Altach auf nicht einmal drei Jahre als Cheftrainer im Herrenbereich.
Hier sieht Chatzialexiou Verbesserungsbedarf
Was Chatzialexiou an Klose besonders schätzt, ist dessen Ruhe bei der Arbeit: „Aber wenn wir sehen, wie viel Druck am Ende auf einigen Spielen drauf war, welche Ruhe Miro mit seiner Erfahrung ausgestrahlt hat, dann ist das ehrenwert, dass man so ruhig mit der Mannschaft umgeht und sich weiterhin auf seine Dinge konzentriert.“
Gleichzeitig sieht der FCN-Boss auch beim Trainer weiteres Entwicklungspotenzial: „Er ist genauso ehrgeizig wie viele Jungs von uns, dass er sich auch persönlich in seinen Themen gemeinsam mit dem Trainerteam weiterentwickelt. Das wird die Ausrichtung sein.“
Wo Chatzialexiou bei Klose und der Mannschaft noch Potenzial erkennt, verriet er ebenfalls: „In unserem Spielaufbau hatten wir Potenziale – da waren wir in der Saison zuvor weiter“, nahm der ehemalige DFB-Funktionär in diesem Bereich offenbar eine Rückentwicklung wahr.
Auch in puncto Chancenkreation sieht der Sportvorstand Verbesserungsbedarf: „Das letzte Drittel war ein Thema, das uns beschäftigt und das wir viel diskutiert haben – wo wir genauer werden müssen in unseren Abläufen. Das sind Schwerpunkte, die auch in der kommenden Saison ganz wichtig sind.“
Chatzialexiou fordert Klarheit
Damit dem 1. FC Nürnberg nicht erneut ein Fehlstart wie zu Beginn der vergangenen Saison droht, fordert Chatzialexiou vor allem mehr Klarheit. Größere oder kleinere Veränderungen im Kader will er dabei nur bedingt als Erklärung gelten lassen: „Ich mache das nicht an den Personalien fest, das wäre zu billig. Ich glaube, dass einige Themen mit reingespielt haben: dass wir für uns nicht ready waren in unserer Spielidee. Wir haben Formationen gewechselt“, sieht der ehemalige DFB-Funktionär die Ursachen in mehreren Faktoren – von den angesprochenen Entwicklungspotenzialen bis hin zu unglücklichen Spielverläufen zu Saisonbeginn.
Die Marschrichtung für die neue Saison ist damit klar: Miroslav Klose genießt weiterhin das volle Vertrauen der Verantwortlichen – gleichzeitig erwartet der Club in einigen Bereichen den nächsten Entwicklungsschritt.


