Ein Jahr FCN
In der Vorsaison spielte der 1. FC Nürnberg am 13. September beim Karlsruher SC – in dieser Spielzeit am 19. September. Für FCN-Mittelfeldspieler Adam Markhiyev war die Partie vor gut einem Jahr eine besondere – schließlich gab der frisch verpflichtete Mittelfeldspieler damals sein Debüt für den Club. „Ich war nervös“, erinnert er sich auf der Vereinswebsite an sein erstes Spiel für die Franken.
Fast genau ein Jahr später – am selben Ort – ist alles anders. Damals verlor der Club und hatte nur einen Zähler auf dem Konto. Diesmal geht man als Tabellenzweiter in die Länderspielpause und Markhiyev ist längst das Herzstück der Mannschaft von Miroslav Klose.
Keine Abgangsgedanken
Dass Markhiyev nach seiner ersten Saison erneut für den FCN aufläuft, ist dabei alles andere als selbstverständlich. Immerhin performte er schon im vergangenen Jahr auffallend gut und dürfte sich in das Blickfeld einiger Vereine gespielt haben. Selbst scheint er etwaige Abgangsgedanken – sofern er sie jemals hatte – aber schnell ad acta gelegt zu haben. Stattdessen setzte er sich mehrfach dafür ein, dass Mohamed Ali Zoma beim Club bleibt.
Schon Anfang August äußerte sich der finnische Nationalspieler entsprechend: „Ich sag ihm die ganze Zeit, dass er bleiben soll.“ Aussagen, die man wohl nur tätigt, wenn man selbst zu 100 Prozent bleiben möchte. Ein Glücksfall für den 1. FC Nürnberg.
Noch besser
Freilich gehört Zoma in diesen Tagen viel Hype – und das auch berechtigt. Markhiyev zeigt allerdings in den letzten Wochen ebenfalls eindrucksvoll, wie extrem wichtig er für die Nürnberger Mannschaft ist. Zumal er sich auch noch einmal steigern konnte, unter anderem im Spiel gegen den Ball, wo er noch einmal deutlich weiträumiger geworden ist.
Die Anzahl seiner Defensivzweikämpfe konnte er von sieben auf neun pro 90 Minuten erhöhen, die Anzahl seiner Klärungsaktionen sogar verdoppeln. Insgesamt ist er mit über zehn erfolgreichen Defensivaktionen pro 90 Minuten diesbezüglich der zweitbeste Mittelfeldspieler der 2. Bundesliga.
Taktgeber
Mit seiner für Zweitligaverhältnisse fast schon unvergleichlichen Art, sich gegnerischen Druck- und Pressingsituationen zu entziehen, ist er nach wie vor der Taktgeber der Franken. Immer wieder kurbelt er den FCN-Spielaufbau an, lässt sich mal zwischen die beiden Innenverteidiger fallen oder schaltet sich situativ mit nach vorne ein, was seine neu entdeckte Vorliebe für Distanzschusstore zeigt.
Die Anzahl der gespielten Pässe stieg bei ihm im Vergleich zur Vorsaison von 45 auf 59 pro 90 Minuten, was ebenso wie seine Passpräzision von 91 Prozent der zweitbeste Wert aller Mittelfeldspieler der bisherigen Spielzeit ist. Zahlen, die das untermauern, was man regelmäßig auf dem Spielfeld sieht: Adam Markhiyev ist ein absoluter Gamechanger für den 1. FC Nürnberg.


