Zoma erneut nicht im Kader
Am 25. September war es so weit: Mohamed Ali Zoma vom 1. FC Nürnberg avancierte zum ersten Spieler der 2. Bundesliga überhaupt, der für die italienische Nationalmannschaft zum Einsatz kam. Bei der 0:2-Heimniederlage in der Nations League gegen Belgien wurde der 22-jährige Angreifer in der 80. Minute eingewechselt. Zehn Tage später steht allerdings fest, dass es vorerst bei diesem Debüt bleiben wird.
Nachdem Zoma beim darauffolgenden 4:1-Auswärtssieg in der Türkei nicht im Kader stand und beim 1:1-Unentschieden in Frankreich als ungenutzter Joker über die volle Distanz auf der Bank blieb, wird der dynamische Rechtsfuß auch beim Rückspiel gegen die Türkei keine weiteren Einsatzminuten sammeln. Denn wie aus den am Vormittag veröffentlichten Kaderlisten der UEFA hervorgeht, steht Zoma erneut nicht im Aufgebot von Trainer Roberto Mancini. Das bestätigt auch die italienische „Gazzetta dello Sport“. Demnach gehört der Offensivmann nicht zu den 23 nominierten Akteuren und muss die Partie von der Tribüne aus verfolgen.
Chancen schienen gut
Trotz des historischen Debüts und des damit erfüllten Kindheitstraums sicherlich eine kleine Enttäuschung für den Nürnberger. Schließlich schienen die Chancen auf weitere Einsatzminuten nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stürmer Moise Kean wieder gestiegen zu sein – zumal Mancini Änderungen angekündigt hatte: „Wir werden etwas ändern. Es waren ja nur zwei Tage, und im Vergleich zu den Spielen gegen die Türkei und Frankreich werden wir etwas ändern.“
Spielfit zurück nach Nürnberg
Positiv für den 1. FC Nürnberg: Sollten hinter seiner erneuten Absenz keine körperlichen Beschwerden stecken, kehrt Zoma mit kaum Spielbelastung und entsprechend frisch an den Valznerweiher zurück – beste Voraussetzungen also für das kommende Topspiel am Samstagabend gegen den VfL Wolfsburg. Wenngleich man ihm beim Club sicherlich die ein oder andere weitere Minute im Trikot der italienischen Nationalmannschaft gewünscht hätte.
Die Italiener konnten sich mit seiner Einwechslung gegen Belgien jedenfalls auch für die Zukunft die Dienste von Mohamed Ali Zoma sichern. Ein Verbandswechsel ist für den 22-Jährigen nach seinem Pflichtspieldebüt nicht mehr möglich. Zoma wäre zuvor auch für Burkina Faso und die Elfenbeinküste spielberechtigt gewesen.


