Janisch überzeugt beim FCN in neuer Rolle – und stellt Bestwerte auf

Das Eigengewächs des 1. FC Nürnberg interpretiert seine Position inzwischen anders. Das hängt auch mit einem Mitspieler zusammen.

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Festgespielt

Neun Spieltage absolvierte der 1. FC Nürnberg bislang in der Saison 2026/27 – und in allen neun stand FCN-Eigengewächs Tim Janisch von Beginn an auf dem Feld. Und das, obwohl mit dem griechischen Neuzugang Giannis Masouras ein weiterer Rechtsverteidiger zur Verfügung steht.

„Eigentlich ist er nicht weit entfernt“, kommentierte Clubtrainer Miroslav Klose dessen Chancen auf einen Startelfeinsatz. Gleichzeitig scheint der Nürnberger Trainer mit der Entwicklung von Janisch sehr zufrieden zu sein. Vom ursprünglichen Wechselkandidaten im Sommer konnte sich der 21-Jährige mittlerweile in der Nürnberger Viererkette festspielen.

Neue Rolle

Interessant ist auch, dass Janisch in den vergangenen beiden Wochen deutlich anders agierte als zuvor. In der Vergangenheit zeigte er sich im Spiel nach vorne noch relativ zaghaft. Schon zu Saisonbeginn sollte er mit Ball allerdings eine offensive Rolle einnehmen. Immer wieder besetzte er rechts die Breite und schob mitunter weit nach vorne.

Das war zuletzt anders. Stattdessen rückte der Rechtsverteidiger häufig nach innen in den Halbraum. Von dort aus streute er, sobald sich der Ball auf dem Flügel befand, Tiefenläufe hinter die gegnerische Abwehr ein.

Gegen Cottbus bereitete er auf diese Weise in der ersten Halbzeit eine gute Chance von Mohamed Ali Zoma vor. Nur wenige Minuten später traf er nach einem weiteren Tiefenlauf selbst den Pfosten – und verpasste die Führung für den FCN nur knapp.

Bestwerte

Auch die Zahlen belegen Janischs gute Leistung. Zum einen, weil er seine defensiven Aufgaben überzeugend erfüllte: Elf Defensivduelle absolvierte er, acht davon gewann er. Beide Werte konnte am Freitagabend weder ein Cottbuser noch ein Nürnberger überbieten.

Damit zeigte er sich auch deutlich verbessert im Vergleich zur Vorwoche, als er gegen den VfL Wolfsburg lediglich einen seiner vier defensiven Zweikämpfe für sich entscheiden konnte.

Vor allem offensiv setzte er aber Akzente. 57 Pässe spielte Janisch – sein bisheriger Saisonhöchstwert. Damit war er an zahlreichen Nürnberger Angriffen über die rechte Seite beteiligt. 14 seiner Pässe spielte er ins Angriffsdrittel, was einen neuen Bestwert in seinen mittlerweile 44 Zweitligaeinsätzen darstellt. Selbiges gilt für seine drei Strafraumaktionen.

Vordermann entscheidend

So lässt sich durchaus festhalten, dass Janisch in den vergangenen Wochen und Monaten eine positive Entwicklung genommen hat. Wie er seine Position als Rechtsverteidiger interpretiert, hängt dabei offenbar auch maßgeblich von seinem Vordermann ab.

Es dürfte kein Zufall sein, dass Janisch verstärkt nach innen einrückt, seit Rayan Ghrieb vor ihm auf dem rechten Flügel spielt. Der Neuzugang aus Magdeburg besetzt schließlich immer wieder die Breite, während Julian Justvan, der zuvor häufig auf dieser Position auflief, sich im Halbraum deutlich wohler fühlt.

Umso erfreulicher aus Nürnberger Sicht, dass Janisch in beiden Rollen bereits gute Leistungen gezeigt hat – wenngleich angesichts seiner erst 21 Jahre sicherlich noch Steigerungspotenzial vorhanden ist.