„Jamestown bleibt uns erhalten“: So will Frey beim FCN scouten

Dieter Frey setzt beim 1. FC Nürnberg weiter auf die Daten von Jamestown. Der neue Sportvorstand erklärt, worauf er beim Live-Scouting achtet und was ein Spieler mitbringen muss, um zum Club zu passen.

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Foto: FCN

Frey setzt weiter auf Jamestown

Unter Joti Chatzialexiou spielten Daten eine wichtige Rolle bei der Kaderplanung des 1. FC Nürnberg. So begann der FCN im Juni 2025 beispielsweise die Zusammenarbeit mit Jamestown Analytics, das den FCN mithilfe mathematischer Modelle bei der Suche nach passenden Spielern unterstützt. Sein Nachfolger Dieter Frey hält daran fest. „Jamestown bleibt uns erhalten“, sagte der neue Nürnberger Sportvorstand im Livestream bei ClubTV. „Auf jeden Fall werden wir das weiter nutzen.“

Mittelweg finden

Für Frey kommt es dabei auch darauf an, wer die Zahlen einordnet. Es wäre aus seiner Sicht „töricht“, heutzutage auf Daten und auf Menschen zu verzichten, die sie interpretieren können. Zugleich will er „nicht datengläubig sein“. Ihm gehe es um einen gesunden Mittelweg aus Daten, einem guten Auge und dem Blick auf den Menschen. In die konkrete Arbeit mit Jamestown will sich Frey noch einarbeiten, da dies bislang nicht sein „täglich Brot“ war.

Blick vor Ort

Für Frey gehört es dazu, einen Spieler auch im Stadion zu beobachten. „Wie macht er sich warm? Wie verhält er sich in der Halbzeit, wenn er vielleicht nicht von Anfang an spielt? Wie ist das Umfeld?“, nennt er als Beispiele dafür, worauf das Nürnberger Scouting vor Ort achtet.

Daten und persönliche Eindrücke sollen helfen, „das Bild möglichst rund“ zu machen. Dabei geht es Frey auch um die richtige „Mentalität und Club-DNA“. Ein Spieler solle „extrem fleißig“ sein und sein „Herz auf dem Platz lassen“. Diese Eigenschaften seien ihm beim FCN besonders wichtig – und er sehe sie auch in der aktuellen Mannschaft.

Schon als Nachwuchschef nutzte Frey Daten, um im Übergang zu den Profis beispielsweise die Spielzeit der Talente im Blick zu behalten. „Spielen diese Jungs ausreichend? Spielen die genug?“, beschreibt er die Fragen, die ihn dabei beschäftigten. „Natürlich arbeiten wir im Nachwuchs auch mit Daten. Und das wird in der Lizenzmannschaft genauso bleiben.“