„Interessenten gibt es bereits viele“: Scobel musste zum FCN-Wechsel überredet werden

Piet Scobel weckt beim 1. FC Nürnberg bereits Begehrlichkeiten. Dabei wollte der Angreifer den Schritt nach Franken zunächst gar nicht gehen.

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Foto: DO IT NOW Media

Scobel weckt Interesse

Mit seinen Leistungen hat sich Piet Scobel beim 1. FC Nürnberg offenbar bereits in den Fokus anderer Vereine gespielt. „Interessenten gibt es bereits viele“, schreibt das Hamburger Abendblatt über den Angreifer des FCN. Ein Winterwechsel sei dem Vernehmen nach allerdings nicht geplant. Sein Vertrag in Nürnberg läuft zudem noch bis Sommer 2029.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass Scobel selbst von einem Wechsel nach Franken erst überzeugt werden musste. Als sich für den damaligen Oberliga-Torjäger des Eimsbütteler TV die Chance auf den Profifußball eröffnete, wollte er zunächst bei seinem Verein bleiben.

Trainer mussten Scobel überreden

„Es kam für ihn erst gar nicht infrage, im Winter zu wechseln“, erinnert sich sein damaliger Trainer Can Schultz im Hamburger Abendblatt. Ausgerechnet die ETV-Verantwortlichen mussten ihren Angreifer deshalb dazu bewegen, sich mit der Möglichkeit auseinanderzusetzen: „Wir wollten ihn zwar unbedingt hierbehalten, mussten ihn aber inständig bitten, dass er auch an sich denkt.“

An Interessenten mangelte es schon damals nicht. Scobel hatte allein in der Hinrunde 19 Oberliga-Tore erzielt und damit auch höherklassige Vereine auf sich aufmerksam gemacht. „Es waren auch viele Erstligisten im Spiel, die ihn haben wollten“, berichtet Schultz. „Seine Eltern sind aus allen Wolken gefallen, als wir gesagt haben, wer alles interessiert ist.“

Nach Informationen der Zeitung beschäftigte sich auch der Hamburger SV mit dem Stürmer. Für die eigene U21 sei Scobel den Verantwortlichen allerdings zu teuer gewesen.

Klose überzeugte mit Toranalyse

Der FCN bemühte sich dagegen persönlich um den Angreifer. Nürnbergs damaliger Sportdirektor Olaf Rebbe besuchte Scobel in Hamburg. Im Januar 2025 schaute sich der Stürmer schließlich das Trainingszentrum in Nürnberg an und traf Miroslav Klose.

Der Weltmeister überzeugte Scobel unter anderem damit, dass er mit ihm dessen Oberliga-Tore analysierte. Aus der anfänglichen Zurückhaltung wurde schließlich die Entscheidung für den Wechsel nach Franken.

Wie wenig selbstverständlich Scobel den Weg in den Profifußball zuvor gesehen hatte, zeigt eine weitere Erinnerung von Schultz: Bevor der Angreifer in Eimsbüttel seinen Amateurvertrag unterschrieb, fragte er zunächst, ob er diesen wieder auflösen könne, falls er nicht spielen sollte. „Er kam mit so viel Bescheidenheit und so wenig Ahnung, wohin es für ihn mal gehen könnte, dass das großen Spaß gemacht hat.“

Über die U23 zu den Profis

In Nürnberg arbeitete sich Scobel anschließend über die zweite Mannschaft zum Stammspieler bei den Profis hoch. Inzwischen steht er bei wettbewerbsübergreifend sechs Saisontreffern – und hat damit offenbar erneut Begehrlichkeiten geweckt.

Sein früherer Trainer verfolgt diese Entwicklung mit besonderer Begeisterung. Ein Trikot seines ehemaligen Schützlings hängt bei Schultz eingerahmt in der Wohnung. „Wenn er spielt, ziehe ich mein Scobel-Trikot an und drehe durch!“