
FCN-Innenverteidiger in 32-Millionen-Stadt
Ganze 22 Länderspiele werden während der dreiwöchigen Länderspielpause mit potenzieller Beteiligung von Spielern des 1. FC Nürnberg stattfinden. Den Anfang machte am Donnerstagvormittag einer der vier A-Nationalspieler des FCN – in der nach administrativen Stadtgrenzen einwohnermäßig größten Stadt der Welt.
Denn Khalid Abu El Haija trat mit der palästinensischen Nationalmannschaft im chinesischen Chongqing an. Die Stadt erstreckt sich über rund 82.400 Quadratkilometer – flächenmäßig doppelt so groß wie die Schweiz – und zählt etwa 32 Millionen Einwohner. Im Stadtkern leben davon ca. elf Millionen Menschen. Am Sonntag gastierte der gebürtige Thüringer noch mit der U23 beim TSV 1860 München.
Unentschieden gegen WM-Teilnehmer
Mit dem 20-jährigen Nürnberger in der Startelf, der noch auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für die Profis von Trainer Miroslav Klose wartet, trennte sich Palästina im Tongliang Long Stadium mit 2:2 von Neuseeland. Ein beachtliches Ergebnis gegen den diesjährigen WM-Teilnehmer, der in der FIFA-Weltrangliste neun Plätze vor Palästina steht. Zweimal konnten El Haija und Co. dabei einen Rückstand egalisieren.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Aufgrund der kurzfristigen Ansetzung des Spiels rotierten die „All Whites“ ordentlich durch. Keiner der Spieler, die beim letzten WM-Spiel – der Niederlage gegen Belgien – in der Startelf gestanden hatten, begann diesmal. Stattdessen erhielten einige Akteure aus dem erweiterten Kader die Gelegenheit, sich zu zeigen.
Besondere Spiele für El Haija
Für El Haija setzte sich damit seine besondere Reise mit der Nationalmannschaft fort. Sein Debüt feierte der Innenverteidiger im November des Vorjahres in Spanien und spielte vor über 50.000 Zuschauern in Bilbao gegen eine baskische Auswahl. Kurz darauf stand er im Kader für den Arab Cup, bei dem Palästina bis ins Viertelfinale vordrang.
In dieser Abstellungsperiode stehen für El Haija in Chongqing nun noch zwei weitere Partien bevor. Am Montag trifft Palästina auf Turkmenistan, vier Tage später auf Tadschikistan.

