„Ich sehe ihn überall“ – Erfolgreicher FCN-Joker drängt sich bei Klose auf

Der 1. FC Nürnberg konnte beim 3:0-Sieg gegen Dynamo Dresden mit Rafael Lubach auch Qualität von der Bank bringen.

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Foto: DO IT NOW Media

FCN-Joker bringt die Entscheidung

Dass der 1. FC Nürnberg inzwischen auch Qualität von der Bank bringen kann, zeigte sich beim 3:0-Auftaktsieg gegen Dynamo Dresden. Zwar erzielte Mohamed Ali Zoma alle drei Treffer. Doch auch ein Einwechselspieler trug entscheidend dazu bei, dass die Partie endgültig zugunsten des Clubs kippte: Rafael Lubach.

Der 21-Jährige holte mit einem gut getimten Tiefenlauf in der 74. Minute den Elfmeter heraus, der letztlich per Nachschuss zur Entscheidung und gleichzeitig zum 3:0-Endstand führte. Schon an der Entstehung des Angriffs war Lubach beteiligt. Mit seiner Positionierung ermöglichte er Innenverteidiger Fynn Otto zunächst einen Vertikalpass, nahm den Ball anschließend gekonnt mit und konnte nur per Foul gestoppt werden. Den daraus resultierenden Freistoß chippte Adam Markhiyev auf Finn Becker, dessen Steckpass schließlich zum Foul an Lubach führte.

„Ich sehe ihn überall“ – Klose lobt Lubach

Aktionen, die Lubach weiteres Selbstvertrauen bescheren dürften. Denn im Dreiermittelfeld um Markhiyev, Becker und Javi Fernandez hat der deutsche U20-Nationalspieler derzeit das Nachsehen. Schon nach der Generalprobe gegen Real Oviedo bestätigte Miroslav Klose allerdings, dass sich der zentrale Mittelfeldspieler wieder im Aufwind befindet – was Lubach gegen Dresden mit seinem Auftritt unterstrich.

Dabei schätzt der FCN-Trainer insbesondere dessen Vielseitigkeit. Gegen Dresden kam Lubach auf der linken Offensivseite zum Einsatz. Auf die Frage, auf welcher Position er den 21-Jährigen am ehesten sehe, antwortete Klose: „Das Gute ist, ich sehe ihn überall. Deswegen ist er auch als erstes eingewechselt worden. Er kann alles spielen.“ Nach dem krampfbedingten Ausfall von Eric Porstner, für den Tobias Heß kam, war Lubach damit gewissermaßen die erste freiwillige Einwechslung des FCN-Trainers.

„Er sucht sich selbst die Räume. Das ist das, was ich gerne bei Spieler haben“, lobt Klose die Spielintelligenz seines Mittelfeldspielers. „Er kippt fußverkehrt ab. Bleibt in der Mitte, hat die Bewegung mit Außenrist nach außen“, beschreibt der Weltmeister von 2014 dessen variable Positionierung und fasst zusammen: „Er weiß, wann er was machen muss.“

Lubach „schnuppert“ an mehr Einsatzminuten

Für Lubach geht es nun darum, seine längst bekannten Qualitäten wieder konstant auf den Platz zu bringen – so wie beispielsweise in der Hinrunde der vergangenen Saison. Die Grundlage dafür muss er laut Klose im Training legen: „Ich warte, dass er paar Tage das Niveau im Training wieder hat, weil der schnuppert dran. Das ist mich als Trainer richtig gut.“

Der dynamische Mittelfeldspieler scheint damit nicht weit davon entfernt zu sein, wieder deutlich mehr Einsatzminuten zu erhalten. Sich kurzfristig einen Stammplatz im Zentrum zu erkämpfen, dürfte angesichts der dort vorhandenen Qualität und der starken Leistungen zum Saisonauftakt allerdings schwierig werden.

Doch wie Lubach gegen Dresden selbst zeigte und sein Trainer anschließend betonte, ist der 21-Jährige auf mehreren Positionen einsetzbar. Genau diese Vielseitigkeit könnte für den 1. FC Nürnberg im Laufe der Saison noch sehr wertvoll werden – vorausgesetzt, Lubach trägt auch nach dem Ende des Transferfensters noch das Clubtrikot. Schließlich ließ er seine Zukunft in der Vergangenheit offen.