Hecking-Mission gescheitert
Am Montagabend wurde Realität, was wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte: Der VfL Wolfsburg verlor die Relegation gegen den SC Paderborn und stieg nach 29 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit erstmals in die 2. Bundesliga ab.
Damit scheiterte auch die Mission von Dieter Hecking, die Niedersachsen als Feuerwehrmann vor dem Absturz zu bewahren. Der ehemalige Sportvorstand des 1. FC Nürnberg stieg damit – nach der Vorsaison mit dem VfL Bochum – als erster Trainer überhaupt zum zweiten Mal in Folge aus der Bundesliga ab.
Trainerkarriere beendet?
Mit dieser bitteren Niederlage könnte nun auch Heckings lange Trainerkarriere – darunter bekanntlich auch zwei Amtszeiten beim FCN – enden.
Bereits jetzt soll feststehen, dass der 61-Jährige künftig nicht mehr an der Seitenlinie des VfL Wolfsburg stehen wird, dem Verein aber dennoch in wichtiger Funktion erhalten bleiben könnte. Laut Kicker und der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung gilt Hecking als Favorit auf den Posten des Sport-Geschäftsführers. Sollte er diesen übernehmen, dürfte das wohl gleichzeitig das Ende seiner Trainerlaufbahn bedeuten.
Heißeste deutsche Traineraktie nach Wolfsburg?
Eine seiner ersten Amtshandlungen könnte dann die Verpflichtung einer der aktuell spannendsten Traineraktien Deutschlands werden. Laut RevierSport beschäftigt sich der Bundesliga-Absteiger intensiv mit Tobias Strobl vom SC Verl.
Der 38-Jährige gilt mit seinem mutigen und spielerisch anspruchsvollen Ansatz als eines der größten Trainertalente hierzulande. Exemplarisch dafür steht der dominante Fußball seiner Mannschaft: Mit 65,5 Prozent Ballbesitz stellte Verl in der abgelaufenen Saison – knapp hinter dem FC Bayern München (66,9%) – den zweithöchsten Wert im deutschen Profi-Fußball.
Mit den Möglichkeiten in Wolfsburg dürfte Strobl mehr Freiheiten besitzen, seine Spielidee konsequent umzusetzen.
Wiedersehen mit dem FCN wahrscheinlich
Die Kombination aus Tobias Strobl und dem VfL Wolfsburg klingt auf den ersten Blick durchaus vielversprechend für das Projekt Wiederaufstieg. Zunächst gilt es allerdings noch, die Personalie Dieter Hecking als Geschäftsführer final zu klären.
Anders als in der Vorsaison, als Hecking noch kurz vor dem Duell mit dem 1. FC Nürnberg als Trainer des VfL Bochum freigestellt wurde, könnte es in der kommenden Spielzeit nun tatsächlich zum Wiedersehen mit dem Club in der 2. Bundesliga kommen.


