Nicht eingeplant
Dass der 1. FC Nürnberg Sigurd Haugen verpflichten würde, war wahrscheinlich nicht von Anfang an eingeplant. Vielmehr dürfte es der Zwangsabstieg seines Ex-Vereins 1860 München gewesen sein, der die Tür für den FCN öffnete. Nach drei absolvierten Pflichtspielen wartet der Norweger noch auf seine ersten Einsatzminuten für den Club. In der 2. Bundesliga stand er noch nicht im Kader, im DFB-Pokal saß er über die volle Distanz auf der Bank.
Noch Luft nach oben
Beim Auftakt gegen Dresden fehlte Haugen krankheitsbedingt. Im Derby wollte FCN-Trainer Miroslav Klose der erfolgreichen Mannschaft inklusive Bank aus der Vorwoche das Vertrauen schenken und verzichtete deshalb auf Änderungen im Kader. „Jetzt hat er nochmal eine Trainingswoche gehabt und hat viele gute Akzente gesetzt“, lobte ihn der 48-Jährige vor der Partie in Köln.
Warum er dann stattdessen erneut Adriano Grimaldi einwechselte, dürfte Klose vor allem mit der Defensivarbeit begründen. Hier sieht er beim ehemaligen Löwen noch Nachholbedarf: „Weil er das noch nicht so kennt, gibt es noch ein paar Abstimmungsschwierigkeiten, aber das ist überhaupt kein Problem. Ich glaube, er ist ein wichtiger Spieler für uns und er wird seine Minuten bekommen.“
Mehr Umschaltgefahr
Am Ende ging Kloses Plan wahrscheinlich nur bedingt auf. Grimaldi sollte Bälle behaupten und bei Defensivstandards helfen. Offensiv gefährlich wurde der Club dann aber kaum noch. In der ein oder anderen Situation hätten der Tiefgang und das Tempo Haugens stattdessen durchaus für Gefahr sorgen können.
Chance gegen Bielefeld?
Interessant wird deshalb sein, auf welchen Angreifer Klose am Samstagabend zu Hause gegen Arminia Bielefeld als Ersatz für den derzeit gesetzten Piet Scobel setzen wird. Schließlich war Grimaldi in seinen bisherigen Einsätzen stets bemüht und arbeitete viel. Gleichzeitig bleibt ihm die Torgefahr derzeit nahezu komplett verwehrt.
In seinen letzten 531 Einsatzminuten – also kumuliert fast sechs Spielen über die volle Distanz – gab er lediglich einen einzigen Abschluss ab und kommt dabei auf gerade einmal 0,08 Expected Goals. Sicherlich wird diese Statistik durch seine vielen Einwechslungen etwas verzerrt – ebenso fehlt es ihm sicherlich teilweise auch an Bällen und Hereingaben, bei welchem . Dennoch könnte sich dadurch für Haugen gegen die Arminia vielleicht erstmals die Chance bieten, für den 1. FC Nürnberg in einem Pflichtspiel Minuten zu bekommen.


