„Habe ich schon genug erlebt“ – Worauf Klose beim FCN künftig verzichten möchte

Ist der 1. FC Nürnberg noch nicht krisengeprüft?

1. FC Nürnberg FCN News Analyse CLUBFOKUS Miroslav Klose
Foto: DO IT NOW Media

Klose will weiter „von Spiel zu Spiel“ denken

Mit 17 von 21 möglichen Punkten läuft es in dieser Saison bislang bestens für den 1. FC Nürnberg. Saison- und wettbewerbsübergreifend ist der Club bereits seit 13 Pflichtspielen ohne Niederlage. Obwohl Miroslav Klose nach dem denkwürdigen 4:4-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg davon sprach, dass der Club aktuell ein „Top-Team“ sei, will er noch keine großen Ansagen zum weiteren Saisonverlauf machen.

„Ich kann völlig verstehen, dass man von mir hören möchte, dass wir aufsteigen und oben mitspielen wollen“, so der 48-Jährige, der sich jedoch weiterhin nicht auf langfristige Ziele festlegen möchte: „Wir denken von Spiel zu Spiel.“

FCN noch nicht krisengeprüft?

Plagen Klose womöglich noch Zweifel, wie seine Mannschaft mit Rückschlägen umgeht? Schließlich musste der Club angesichts seiner aktuellen Erfolgsserie schon lange keine Phase mit mehreren sieglosen Spielen oder gar Niederlagen mehr durchstehen. „Habe ich schon genug erlebt – nur noch nicht diese Saison“, antwortet der Trainer auf die entsprechende Frage mit einem Augenzwinkern.

Auf derartige Erfahrungen könne er künftig allerdings gerne verzichten. Schließlich kenne er seine Mannschaft auch in schwierigen Phasen: „Ich kann die Spieler lesen und weiß, wie sie in Krisen sind.“ Und zwar: „Sie sind gut und mutig in Krisen.“ Eine Einschätzung, die angesichts der anhaltenden Erfolgsserie schon länger nicht mehr auf die Probe gestellt wurde – was nach Kloses Empfinden gerne so bleiben darf.

FCN beweist Resilienz gegen Wolfsburg

Gegen den VfL Wolfsburg bewies der FCN allerdings einmal mehr, dass er auch auf Rückschläge innerhalb eines Spiels gegen einen Topgegner Antworten finden kann. Zwischenzeitlich sah man bereits wie der sichere Verlierer aus. Umso höher bewertet Klose die Leistung seiner Mannschaft: „Das sind Mannschaften, mit denen wir uns messen. Wir haben selbst unsere Messlatte mit den letzten Spielen sehr hoch gelegt. Aber du musst es immer bestätigen. Wenn du es schaffst, gegen solch einen Gegner zu bestehen, kannst du stolz sein.“

Eine derartige Widerstandsfähigkeit hatte der Club beispielsweise auch in Fürth oder Köln gezeigt. Auf allzu viel Drama kann Miroslav Klose als Verantwortlicher dennoch gut verzichten: „Ich hätte es mir sehr gerne auf der Tribüne gemütlich gemacht und es angeschaut, aber ich war weiter unten“, kommentierte er den wilden Ritt gegen die Niedersachsen.