Freude nach FCN-Abschied
„Ich kann es kaum erwarten, nach über einem Jahr wieder Fußballspielen zu dürfen“, kommentierte Benjamin Goller im Sommer seinen Wechsel zum SSV Ulm. Schließlich spielte der 27-Jährige vor seinem Abschied schon länger keine Rolle mehr. Insofern hoffte der Flügelspieler beim Regionalligisten auf einen erfolgreichen Neuanfang: „Ich freue mich sehr auf die kommende Saison und kann es kaum abwarten, dass es endlich losgeht.“
Schlüsselbeinbruch bei Goller
Doch diese Anfangseuphorie zerschlug sich bittererweise nur wenige Wochen später. Denn noch bevor die Saison in der Regionalliga Südwest startete, zog sich Goller einen Schlüsselbeinbruch zu. Statt des erhofften Comebacks auf dem Rasen nach einer kompletten Vorsaison ohne Einsatz stand zunächst eine mehrmonatige Reha auf dem Programm, wie der Verein damals ankündigte.
Vorletzte Saison noch 2. Bundesliga – nun Absturz in Oberliga?
Umso bitterer, dass seine Mannschaft ohne ihn auf dem Rasen bislang noch so gar nicht in der neuen Liga nach dem Drittliga-Abstieg angekommen ist. Denn die Ulmer stehen sieglos mit nur drei Punkten nach sechs Spieltagen am Tabellenende – und somit auf einem Abstiegsplatz in Richtung fünftklassiger Oberliga.
Dabei spielte der Verein vor zwei Saisons sogar noch gegen den 1. FC Nürnberg und Benjamin Goller in der 2. Bundesliga. Nachdem man zuvor innerhalb von zwei Jahren von der Regionalliga bis ins deutsche Unterhaus durchmarschiert war, ging es im gleichen Zeitraum wieder in die andere Richtung.
Unerwartet frühes Goller-Comeback
Nach dem Fehlstart muss man beim SSV Ulm nun sogar noch Schlimmeres befürchten. Immerhin einen Wermutstropfen brachte allerdings die jüngste 0:2-Niederlage gegen Aufsteiger VfR Aalen. Unerwartet früh, nachdem eigentlich mehrere Monate Ausfallzeit prognostiziert worden waren, feierte Benjamin Goller sein Comeback und wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt.
Dem ehemaligen Profi des 1. FC Nürnberg und dem ehemaligen Zweitligisten ist nur zu wünschen, dass bald wieder positivere Schlagzeilen geschrieben werden können. Lange genug ist die erst kürzlich gestartete Saison jedenfalls noch, um den schwachen Auftakt vergessen zu machen.


