Klose von Spiel zwei an beeindruckt
„Als wenn er schon zehn Jahre bei uns spielt“, empfand Miroslav Klose den Auftritt von Javi Fernandez – und zwar nicht etwa beim jüngsten 2:1-Heimsieg des 1. FC Nürnberg über Hannover 96, der den 14. Einsatz für den Mittelfeldspieler im Club-Trikot bedeutete – allesamt ohne Niederlage. Sondern eine derartige Einschätzung traf der FCN-Trainer schon im März, als der Spanier überhaupt erst seine zweite Partie bestritt und den Weltmeister von 2014 bereits damals mit seiner „Selbstsicherheit“ beeindruckte.
Fernandez trotzt Fehlern
Daran hat sich auch ein halbes Jahr später nichts geändert – im Gegenteil. Der vom FC Bayern geliehene Fernandez ist inzwischen eine wichtige Konstante im defensiven Mittelfeld und wirkt tatsächlich so abgeklärt, als wäre er schon 30 und nicht erst 19 Jahre alt. Als bestes Beispiel dafür diente das Auswärtsspiel in Kiel, als dem filigranen Rechtsfuß der eine oder andere, womöglich seiner Jugend geschuldete Leichtsinnsfehler unterlief. Davon zeigte er sich allerdings ebenso wenig beeindruckt wie vom Elfmeterpfiff gegen ihn gegen Hannover und setzte sein nicht immer risikoloses, aber dennoch so oft ballsicheres Spiel jeweils unbeirrt fort.
„Genauso“ wie Kroos & Müller
Eine offenbar schon in jungen Jahren hohe Resilienz, die Klose nicht nur beeindruckt, sondern auch an zwei deutsche Weltmeister von 2014 erinnert: „Ich kenne zwei Spieler, die genauso waren: Thomas Müller und Toni Kroos“, sagt der 48-Jährige gegenüber der BILD. „Müller hat drei hundertprozentige versiebt und steht fünf Minuten später da, als wenn nichts wäre, und das Ding scheppert. Jeder andere hätte sich da längst einen Kopf gemacht. Und Toni Kroos hat am Anfang bei Bayern, da hat er Linksaußen gespielt, auch viele Fehler gemacht und hatte viele Ballverluste. Und wenn man sieht, was aus ihm geworden ist – der hat am Ende gar keine Bälle mehr verloren. Das ist schon Talent.“
Früher oder später Bundesliga
Nichtsdestotrotz will Miroslav Klose Javi Fernandez „auf dem Boden halten“ – denn Verbesserungspotenzial gibt es wenig überraschend allemal. Dennoch scheint sich in den letzten Monaten abzuzeichnen, dass der Spanier früher oder später in der Bundesliga landen dürfte. Ob mit dem 1. FC Nürnberg, der über eine Kaufoption verfügt, oder eines Tages vielleicht sogar beim FC Bayern München unter Trainer Vincent Kompany.


