Gelingt dem FCN in Braunschweig, was zuletzt nur unter Fiél klappte?

Ein „proaktiver und selbstbestimmender“ Gegner will genau das verhindern.

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Foto: DO IT NOW Media / FCN

Lange her

Nach wie vor klafft beim 1. FC Nürnberg zwischen der Ausbeute zu Hause und auf fremden Plätzen eine recht große Differenz. Während man zu Hause aus 14 Spielen 25 Zähler einfahren konnte, sind es auswärts nur 11 Punkte aus 13 Partien. Zuletzt konnte man jedoch in Kiel den dritten Auswärtssieg der Saison einfahren. Beim Auswärtsspiel in Braunschweig könnte der FCN folglich etwas erreichen, was zuletzt im November 2023 unter Trainer Cristian Fiél gelang. Damals gewann man erst in Kiel und dann in Paderborn – und damit zweimal hintereinander auswärts, was den Franken unter Miroslav Klose bislang verwehrt blieb.

Kein Vergleich

Mit dem Hinspiel gegen die Eintracht, das der FCN mit 2:1 für sich entschied, ist der Gegner jedoch nicht mehr zu vergleichen. Zum einen personell, zum anderen aber auch deshalb, da Braunschweig seitdem einen anderen Trainer hat. Unter Lars Kornetka tritt man, obwohl er erst seit zwei Spielen im Amt ist, deutlich verändert auf. „Ich glaube, dass das Team bereit dafür ist, proaktiver und selbstbestimmender zu werden und dass das im Spiel mehr Kontrolle bringt“, äußerte er sich gegenüber der Braunschweiger Zeitung.

Gute Leistungen

Während man unter seinem Vorgänger Heiner Backhaus mit einer Dreierkette agierte und sich vor allem auf die Intensität gegen den Ball fokussierte, hat das Spiel nun mehr Facetten. In den beiden Spielen unter Kornetka gegen Düsseldorf und Hannover verzeichnete man insgesamt 30:17 Schüsse, hatte beide Male eine höhere Passquote sowie mehr hohe Balleroberungen als der Gegner. Zudem änderte man die Systematik hin zu einer Viererkette.

Aus den Duellen holte man drei Punkte, wenngleich die Expected Points aufgrund der Chancenqualität sogar für fünf von möglichen sechs gereicht hätten. So steckt man auf Rang 13 mit nur einem Zähler Vorsprung auf Platz 16 weiterhin mitten im Abstiegskampf.

An Kaiserslautern anknüpfen

Auf den FCN wartet somit ein Gegner, der sowohl mit als auch gegen den Ball eine hohe Aktivität ausstrahlt. Schafft es die Mannschaft von Miroslav Klose, in allen Spielphasen ähnlich gut zu agieren wie vor der Länderspielpause gegen Kaiserslautern, stehen die Chancen auf Punkte dennoch nicht schlecht. „Ich war von Braunschweig zuletzt begeistert. Das wird ein sehr spannendes Spiel“, erwartet Klose aber eine schwierige Aufgabe.