Klose korrigiert Analyse von FCN-Remis
Mit der Bewertung des jüngsten 1:1-Unentschieden des 1. FC Nürnberg bei Arminia Bielefeld sorgte Miroslav Klose zuletzt für etwas Wirbel. Unmittelbar nach Abpfiff hatte er seiner Mannschaft noch ein Kompliment für die zweite Halbzeit gemacht, in der sich der Club fast ausschließlich auf das Spiel gegen den Ball beschränkte. Wenige Tage später relativierte der FCN-Trainer diese Einschätzung jedoch gegenüber BILD. Stattdessen betonte er, dass seine Elf noch „drei, vier Baustellen“ habe und aktuell „nicht so spielen“ würde, „wie wir uns das wünschen“.
„Ergebnisse nicht mehr okay“ bei FCN
Auch beim kommenden Gegner, dem 1. FC Magdeburg, hat man registriert, dass die Franken zuletzt nicht mehr die gewünschten Resultate einfahren konnten – nachdem es zwischenzeitlich deutlich besser aussah. „Eine Mannschaft, die – wenn man sich zurückerinnert: als es im Hinspiel 0:3 für sie ausging – einen Hallo-Wach-Effekt brauchte. Und den hat Miro ihnen verschafft. Die Ergebnisse waren okay“, schätzt FCM-Trainer Petrik Sander ein und ergänzt: „Dann kamen die Spiele gegen die Mannschaften, die unten drin waren – und da waren die Ergebnisse nicht mehr okay.“
Tatsächlich sammelte der FCN gegen die Abstiegskandidaten Braunschweig, Dresden und Bielefeld nur zwei Punkte. Mit Magdeburg wartet nun der nächste Gegner aus dem unteren Tabellendrittel.
Sander registriert längere Auswertung beim FCN
Kloses nachträgliche Einordnung der Partie ist offenbar auch Sander nicht entgangen – zumindest lassen sich seine Aussagen entsprechend interpretieren: „Demzufolge hat die Auswertung ein bisschen länger gedauert nach dem letzten Spiel – so wie ich das lesen konnte“, stellt der 65-Jährige fest. Gleichzeitig erwartet er aber keineswegs einen verunsicherten Gegner: „Da wissen wir ganz genau: [Klose] wird da schon dazwischengefahren sein.“
Dementsprechend rechnet Sander mit einem veränderten Auftritt der Nürnberger im Vergleich zum Spiel in Bielefeld: „Deswegen erwarten wir eine sehr aggressive, forsche und auch etwas offensivere Herangehensweise. Ich glaube nicht, dass sie hinten drin stehen und abwartend spielen werden.“
FCN nochmal im Abstiegskampf?
Mit einem Sieg könnte der abstiegsgefährdete FCM bis auf zwei Punkte an den FCN heranrücken – die Frage, ob Nürnberg dadurch nochmal in den Abstiegskampf hineingezogen werden könnte, wollte Sander zumindest nicht komplett vom Tisch wischen: „Wenn dann dementsprechend auch noch andere Mannschaften hellhörig werden und aus diesem Glauben ‘wir sind eigentlich schon ein bisschen raus aus der Geschichte‘ dann noch mit reinrutschen, schärft das auch wieder die Sinne.“ Der Fokus liege jedoch in erster Linie auf dem 1. FC Magdeburg.


