„Fünf Trainer, die auf ihn einreden“ – Klose bremst Erwartungen an FCN-Juwel Soldic

„Das sind Dinge, die ein 16-Jähriger erstmal verkraften muss“ – kehrt das FCN-Talent am Wochenende in den Profi-Kader zurück?

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Foto: DO IT NOW Media

Soldic zuletzt seltener bei FCN-Profis

Marko Soldic zählt zu den großen Juwelen beim 1. FC Nürnberg. Im Februar dieses Jahres debütierte der 2010 geborene Youngster im Alter von gerade einmal 16 Jahren, einem Monat und sieben Tagen und avancierte damit zum jüngsten eingesetzten Spieler in der langen Geschichte des Clubs.

Ein Rekord, der Erwartungen schürte. Insofern könnte es auf den ersten Blick fast schon wie eine Stagnation wirken, dass der Teenager seit seinem zwölfminütigen Debüt gegen den Karlsruher SC in sieben weiteren Einsätzen lediglich 79 zusätzliche Profiminuten sammeln konnte. In dieser Saison kam Soldic bislang nur einmal zum Einsatz – und stand in den vergangenen beiden Wochen sogar im Kader der U23 statt im Zweitliga-Aufgebot.

Klose appelliert an Geduld

Nichtsdestotrotz bescheinigt ihm Miroslav Klose eine „richtig gute Entwicklung“: „Wir im Trainerteam können sehr gut einschätzen, was da passiert – vor allem mit einem 16-Jährigen“, erinnert der FCN-Trainer an das junge Alter seines Schützlings. Für dessen weitere Entwicklung sei es „ganz, ganz wichtig“, regelmäßig Spielpraxis zu sammeln.

Dabei verweist Klose auch auf die zahlreichen Einflüsse, mit denen Soldic in seinem jungen Alter umgehen muss: „Er hat bei uns gespielt, in der U23, in der U21, in der U19 plus in der Nationalmannschaft. Das sind fünf Trainer, die auf ihn einreden. Das sind Dinge, die ein 16-Jähriger erstmal verkraften muss“, appelliert der 48-Jährige an Geduld.

Soldic „auf einem richtig guten Weg“

Unter dem Strich sieht Klose den Youngster weiterhin „auf einem richtig guten Weg“: „Er entwickelt sich. Das ist das, was wir sehen wollen.“ Dass dabei nicht immer alles reibungslos läuft, sei völlig normal: „Er hat auch ab und zu Durchhänger im Training, was völlig normal ist.“

Entsprechend stehe man mit dem Talent regelmäßig im Austausch: „Wir sind mit ihm im engen Austausch“, betont Klose. Beim FCN versucht man somit, Soldic auf seinem weiteren Weg bestmöglich zu begleiten.

Zurück in den Profi-Kader gegen den FCK?

Weiteres Selbstvertrauen konnte Soldic zuletzt in der U23 tanken. Mit einem Doppelpack hatte er entscheidenden Anteil am 2:1-Erfolg gegen den bisherigen Regionalliga-Bayern-Tabellenführer Memmingen.

Perfektes Timing, um sich wieder für höhere Aufgaben zu empfehlen? Schließlich wird durch den Ausfall von Mohamed Ali Zoma ein Kaderplatz in der Offensive frei. Ob Marko Soldic am kommenden Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern tatsächlich ins Profi-Aufgebot zurückkehren könnte, ließ Miroslav Klose allerdings offen. Die Chancen darauf dürften angesichts der personellen Situation zumindest nicht schlecht stehen.

Und selbst wenn nicht, hat der gerade einmal 16-Jährige mit seinen bisherigen Profieinsätzen bereits etwas erreicht, wovon viele Gleichaltrige noch träumen – und noch alle Zeit der Welt, sich in Ruhe weiterzuentwickeln.