FCN: Zentrum oder Flügel? Wie Klose mit Bøving plant

Im DFB-Pokal könnte die Mainzer Leihgabe erstmals für den 1. FC Nürnberg von Beginn an auflaufen – doch auf welcher Position?

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Erneut auf der Bank

Als der FSV Mainz 05 Ende August seinen Offensivspieler William Bøving zum 1. FC Nürnberg verlieh, ging dies vor allem mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit einher. Das kommunizierte der Mainzer Sportdirektor bei der Leihe zum FCN ziemlich eindeutig: „Trotzdem ist die Konkurrenzsituation in unserer Offensive extrem, weshalb er mit der Aussicht auf mehr Startelfeinsätze den Wunsch nach einer Leihe geäußert hat.“

Nach dem Ausfall von Nürnbergs Topscorer Mohamed Ali Zoma hätte man vermuten können, dass Bøving erstmals im FCN-Trikot von Beginn an auflaufen darf. Gegen den 1. FC Kaiserslautern saß der Däne jedoch zunächst erneut auf der Bank.

„Fantastisch trainiert“

Das könnte sich allerdings schon bald ändern, wie Clubtrainer Miroslav Klose nach der Partie andeutete. „Ich hätte beide bringen können. Im Training haben sie beide fantastisch trainiert“, erklärte der 48-Jährige mit Blick auf Bøving und Rafael Lubach, der gegen den FCK den Vorzug erhielt.

Mit der Leistung des eingewechselten Dänen zeigte sich Klose jedenfalls zufrieden. „Sehr aktiv, sehr ballsicher“, beschrieb er dessen Auftritt. Bøving habe sich immer wieder Bälle abgeholt, Tempodribblings gezeigt und gute Flanken geschlagen. „Das hat man dann gesehen, wenn reingekommen ist. Er kann da nochmal richtig was bewegen.“

Hinter Scobel?

Interessant ist dabei auch die Frage, auf welcher Position Klose künftig mit dem 23-Jährigen plant. Schließlich wäre Bøving nach Zomas Ausfall ein naheliegender Kandidat für eine der beiden offensiven Außenbahnen, auf denen er bei seinen bisherigen Jokerauftritten auch häufig zum Einsatz kam.

Schon in Cottbus rückte er jedoch nach Lubachs Einwechslung ins offensive Zentrum hinter Piet Scobel. Eine Variante, die Klose offenbar durchaus im Blick hat. „Willi haben wir links und rechts getestet“, erklärte der Clubtrainer zunächst. Gleichzeitig hob er aber auch dessen Bewegungen im Zentrum hervor: „Dieses Gefühl, wie er sich fallen lässt und rund um die Box.“ Auch die Räume „um Piet rum“ scheinen für Bøving infrage zu kommen.

Damit könnte der 23-Jährige künftig nicht nur als Flügelspieler, sondern auch in einer freieren Rolle hinter Scobel zum Einsatz kommen. Wo genau, dürfte allerdings auch vom jeweiligen Gegner abhängen. Klose verwies diesbezüglich auf den Matchplan, die vorhandenen Räume und die Frage, wie seine Mannschaft umschalten möchte. „Und es wird immer eine Wahl bleiben“, so der Clubtrainer.

Gut möglich also, dass Bøving bereits im DFB-Pokal gegen Bayer 04 Leverkusen erstmals von Beginn an auflaufen darf. Ob auf dem Flügel oder in einer zentraleren Rolle hinter der Sturmspitze, bleibt abzuwarten.