Nur Köllner und Klauß voraus
64 Pflichtspiele betreute Miroslav Klose mittlerweile als Cheftrainer des 1. FC Nürnberg, wenngleich bei der von transfermarkt.de erfassten Statistik der 19. Spieltag in Darmstadt (0:2-Niederlage) nicht berücksichtigt ist, da der ehemalige DFB-Stürmer hier gelb-rot gesperrt war. Dennoch übertreffen den FCN-Trainer seit 2013 lediglich zwei seiner Vorgänger beim Club. Robert Klauß war von 2020 bis 2022 bei 82 Pflichtspielen im Amt, Michael Köllner von 2017 bis 2019 72-mal.
Da der Weltmeister von 2014 seinen Vertrag vor knapp zwei Monaten bis 2028 verlängerte, ist es gut möglich, dass er sowohl Klauß als auch Köllner in der kommenden Hinrunde überholt.
Zweitlängste Amtszeit?
Im Vergleich mit den anderen Zweitligisten könnte der 47-Jährige in der kommenden Spielzeit noch weiter klettern. Derzeit stehen lediglich Christian Eichner (KSC, seit 2020 im Amt) und Mitch Kniat (Bielefeld, seit 2023 im Amt) vor Klose, der die Franken seit der vergangenen Saison betreut. Wie die BILD berichtet, könnte sich das bald ändern. Der Karlsruher SC soll im Sommer einen Trainerwechsel vollziehen, worauf man sich während der Osterfeiertage festgelegt haben soll.
Kurioserweise soll Kloses Nürnberg sogar einer der Gründe dafür sein. Nach der 1:5-Niederlage gegen den FCN begann das Vertrauen des KSC-Geschäftsführers Mario Eggimann in die aktuelle Konstellation zu schmelzen. Deshalb soll man sich bereits nach einem Nachfolgekandidaten umgeschaut haben. Den Badischen Neuesten Nachrichten zufolge ist Tobias Strobl der Top-Kandidat. Der 35-Jährige trainiert derzeit den SC Verl in der 3. Liga und steht aufgrund der attraktiven und mutigen Spielweise seiner Mannschaft hoch im Kurs.
Verschiebungen möglich
Theoretisch könnte Klose, sofern Eichner den KSC verlässt, sogar der dienstälteste Trainer der kommenden Zweitligasaison werden. Kniats Bielefeld rangiert in der 2. Bundesliga mit 31 Zählern derzeit nur zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen. Auf der anderen Seite könnte durch einen Aufstieg von Energie Cottbus (derzeit Tabellendritter der 3. Liga) mit Pele Wollitz (seit 2021 im Amt) ein anderer erfahrener Kollege aufsteigen. Auch der wahrscheinliche Abstieg der Heidenheimer mit Trainer Frank Schmidt, der schließlich bereits seit 2007 tätig ist, darf nicht vergessen werden.
Die Rangliste dürfte für den Nürnberger Trainer aber irrelevant sein. Es deutet jedoch viel darauf hin, dass er in der nächsten Saison einen neuen Kollegen im Duell mit dem Karlsruher SC kennenlernen wird.


