FCN: „Wird immer besser“ – Warum Klose bei Mkrtchyan aber noch bremst

Hat sich die Rangordnung in der Innenverteidigung des 1. FC Nürnberg verändert?

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Foto: DO IT NOW Media

Unglücklich

Im vergangenen Winter verpflichtete der 1. FC Nürnberg Styopa Mkrtchyan aus Kroatien. Wahrscheinlich auch, um einen Vorgriff auf die Sommertransfers der damaligen FCN-Stamminnenverteidiger Fabio Gruber und Luka Lochoshvili zu tätigen. Bis hierhin verliefen Mkrtchyans erste Monate beim Club aber sehr unglücklich.

Direkt nach seinem Transfer durfte er den gelbgesperrten Gruber in der Rückrunde ersetzen, verschuldete bei seinem Debüt aber auf Anhieb einen Elfmeter in Paderborn. Seitdem kam er nur noch zweimal für die Franken in einem Pflichtspiel zum Einsatz. Das letzte Spiel absolvierte er am 14. März, als er in Kiel eingewechselt wurde. Seitdem laborierte der 23-Jährige an Adduktorenproblemen und fiel lange Zeit aus.

Comeback

In der Länderspielpause wurde er ursprünglich sogar von der armenischen Nationalmannschaft berufen, musste aber, da er noch nicht bei 100 Prozent ist, absagen. „Ich bin dem Trainerteam für die Nominierung dankbar. Es tut mir sehr leid, dass ich dieses Mal nicht zur Mannschaft stoßen kann“, äußerte er sich.

Währenddessen durfte er im Clubtrikot sein Comeback feiern. Beim Testspiel gegen den FC Ingolstadt stand er in der Startelf, lief 60 Minuten auf und konnte dabei zahlreiche direkte Duelle für sich entscheiden. Ein gelungenes Comeback nach vielen Monaten.

Auch FCN-Trainer Miroslav Klose betont, dass Mkrtchyan das Spiel „gut überstanden“ habe – und auch ansonsten Fortschritte macht: „Seine Trainingsleistungen werden immer besser, das ist gut zu sehen. Er ist schmerzfrei, das sieht man ihm auch an. Er kommuniziert und ist wieder mehr oder weniger der Alte, wie wir ihn kannten und kennengelernt haben.“

Innenverteidiger Nummer 3?

Für den FCN umso besser, da sich kürzlich erst Kristian Mandic im Training verletzte und eine Teilläsion am Innenband im Knie zuzog, wodurch er mehrere Wochen ausfallen wird. Bis dato war der Kroate der Nürnberger Innenverteidiger Nummer 3 – und durfte beispielsweise gegen Arminia Bielefeld von Beginn an auflaufen, als der gesetzte Fynn Otto aufgrund von Rückenproblemen passen musste.

Dieser Rang in der Hackordnung wird nun frei – für Mkrtchyan? „Man darf nicht vergessen, dass er schon länger kein Spiel mehr gemacht hat“, bremst Klose etwas: „Jetzt müssen wir noch ein paar Wochen abwarten, dass er das kontinuierlich weiterbringt.“

Da Neuzugang Mikayil Faye aber noch deutlich mehr Rückstand hat, wird man beim FCN zum einen hoffen, dass die zuletzt starke Innenverteidigung aus Otto und Alexios Kalogeropoulos fit bleibt. Anderenfalls hätte man mit Khalid Abu El Haija eine weitere Option. Der 20-Jährige lief zuletzt aber für die U23 auf und ist noch ohne Profieinsatz für den Club.

Deshalb ist die Entwicklung und Rückkehr Mkrtchyans für den FCN wichtig. Zumal man nicht zufällig damals eine kolportierte Ablöse von 800.000 Euro für den Innenverteidiger gezahlt haben dürfte.