Erster Startelfeinsatz
Da der 1. FC Nürnberg bereits vor der Länderspielpause gut punktete und überzeugende Leistungen zeigte, sah FCN-Trainer Miroslav Klose keinen Grund für Veränderungen in seiner Startformation. Das änderte sich durch die Verletzung und anschließende Operation von Finn Ole Becker, der bis dato auf der Zehnerposition des Clubs gesetzt war.
Erstmals durfte Rayan Ghrieb deshalb gegen den VfL Wolfsburg von Beginn an auflaufen, nachdem er zuvor lediglich in den jeweiligen Schlussminuten für den FCN eingewechselt worden war. „Ich hoffe, ich kann im nächsten Spiel unter Beweis stellen, dass ich noch mehr helfen kann“, kündigte er bereits im Vorfeld gegenüber ClubTV an.
Unglückliche Aktionen
„Er hat seine Trainingsleistungen bestätigt und gegen Ingolstadt ein schönes Tor erzielt“, nannte Klose seine Beweggründe für die etwas überraschende Entscheidung zugunsten Ghriebs. Julian Justvan rückte dafür ins Zentrum. Der FCN versuchte gegen die Wölfe, Ghrieb in der Breite am Flügel zu isolieren, weshalb sein Hintermann Tim Janisch häufig in den Halbraum zog. Dennoch waren Ghriebs erste 45 Minuten eher von unglücklichen Aktionen geprägt – mit und gegen den Ball.
„In der ersten Halbzeit war jeder nicht so, wie ich es gerne hätte“, machte Klose bei Ghrieb keine Ausnahme. „Positionierung, mit und ohne Ball und Entscheidungen“, nannte der Weltmeister von 2014 Beispiele für Aspekte, die ihm nicht so gut gefallen hatten.
Verbessert
Nach der Halbzeit konnte sich aber auch der ehemalige Magdeburger steigern. Das 2:2 von Piet Scobel bereitete er beispielsweise mit einem guten ersten Kontakt vor und auch den 1:2-Anschlusstreffer leitete er ein. „Aber dann speziell Rayan hatte glaube ich mehr Selbstvertrauen. Er hat sich die Bälle flacher abgeholt, dann ist er schwer zu greifen“, sah auch sein Trainer Verbesserungen – und attestierte dem 27-Jährigen unter dem Strich ein „ordentliches Spiel“.
Weitere Optionen
Gleichzeitig betonte Klose, dass er statt Ghrieb „jeden hätte bringen können“ – und meinte damit Rafael Lubach sowie William Bøving. Vor allem Lubach, der in der 63. Minute für Ghrieb eingewechselt wurde, erhielt ein Sonderlob: „Rafa ist super ins Spiel gekommen. Das möchte ich.“


