Verletzter Zoma
Erst einmal musste der 1. FC Nürnberg auf Mohamed Ali Zoma verzichten, nachdem man ihn im vergangenen Sommer verpflichtet hatte. Prompt setzte es eine enttäuschende 0:1-Niederlage im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf vor einigen Wochen. Mindestens bei der kommenden Partie gegen den FC Magdeburg muss der FCN erneut auf seinen Top-Torjäger verzichten, nachdem dieser sich in Bielefeld eine Oberschenkelverletzung zuzog.
Faktor Tempo
Den 22-Jährigen 1:1 zu ersetzen, wird nicht funktionieren. Zoma ist nicht nur Topscorer seiner Mannschaft, sondern auch der Spieler mit den meisten Offensivduellen, Dribblings und dem höchsten Top-Speed – um nur einige seiner Bestwerte zu nennen. Was gegen Magdeburg unabdingbar sein dürfte, ist Tempo und Tiefgang im Angriff, da die Gäste naturgemäß offensiv agieren und dem Club entsprechend Räume anbieten dürften. Dass das Sturmduo folglich aus zwei Zielspielern à la Adriano Grimaldi und Piet Scobel besteht, ist daher unwahrscheinlich.
Unwahrscheinlich
Tempo und Tiefgang – Eigenschaften, die in der Theorie auch auf Mickael Biron zutreffen. Der 28-Jährige stand jedoch in den vergangenen fünf Partien nicht einmal im Kader. Dass er plötzlich von Beginn an auflaufen wird – was das erste Mal seit dem 5. Spieltag wäre –, erscheint entsprechend unwahrscheinlich.
Nicht viel realistischer ist ein Startelfeinsatz für Noah Maboulou. Für den Kongolesen scheint man nach wie vor die passende Rolle zu suchen, sodass er schon als Zielspieler, Tiefengänger, Flügelspieler und Halbraumspieler eingesetzt wurde. Bislang stand er einmal in der Startelf – als Zoma gegen Düsseldorf ausfiel. Seit der letzten Länderspielpause wartet er aber auf einen Einsatz und schaffte es zuletzt zweimal in Folge nicht in den Spieltagskader.
Pechvogel als Lösung
So ist es am wahrscheinlichsten, dass derjenige, der bereits in Bielefeld für Zoma eingewechselt wurde, ihn auch am Sonntag ersetzt – wenngleich Rafael Lubach bislang nicht an seine gute Hinrunde anknüpfen konnte und zuletzt unglücklich agierte. Zwar vergab er bei der Arminia in der Nachspielzeit eine hochkarätige Torchance, den Willen konnte man ihm jedoch nicht absprechen. Obwohl er erst in der 25. Minute in die Partie kam, verzeichnete er am Ende die zweitmeisten Sprints (20) der Nürnberger. Auch die Anzahl seiner Defensivduelle (11) konnte er in der 2. Bundesliga erst zweimal (jeweils 12) überbieten.
Dass er die Rolle im Angriff mit seinem Profil ausfüllen kann, hat er bereits mehrfach bewiesen, weshalb er für das anstehende Heimspiel im Max-Morlock-Stadion die naheliegendste Lösung als Zoma-Ersatz ist. Noch zu klären bleibt, ob man sich daneben wieder für einen großgewachsenen Stürmer entscheidet – oder voll auf Geschwindigkeit und fußballerische Qualitäten setzt.


