FCN war interessiert – Allianz Arena statt Nürnberg für JTA-Stürmer

Der 1. FC Nürnberg habe sich mit einer Verpflichtung beschäftigt.

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Foto: DO IT NOW Media

Transfer sorgt europaweit für Aufsehen

Es war ein Wintertransfer, der europaweit für Aufsehen sorgte: Mateo Biondic wechselte vom Regionalligisten Eintracht Trier zum belgischen Erstligisten Union Saint-Gilloise – ein ungewöhnlicher Sprung aus der Viertklassigkeit zu einem Klub, der sogar an der Ligaphase der Champions League teilnahm. Möglich gemacht wurde der Wechsel offenbar durch Jamestown Analytics (JTA) – Partner des 1. FC Nürnberg und bereits seit einigen Jahren auch von Union Saint-Gilloise. Die starken Performance-Daten des 22-Jährigen sollen dabei ins Raster der Datenscouting-Firma gefallen sein.

FCN war an Stürmer interessiert

Da die Ablöse für Biondic bei rund 220.000 Euro gelegen haben soll, stellte sich die Frage: Wäre dieser Stürmer nicht auch ein Kandidat für den FCN gewesen? Zumal der in Lemgo geborene Rechtsfuß in Deutschland aktiv war. Wie nun einem Bericht der belgischen Tageszeitung Het Nieuwsblad hervorgeht, war der Torjäger tatsächlich Thema in Nürnberg. Demnach habe sich der Club mit einer Verpflichtung beschäftigt.

„Wir erhielten Angebote von verschiedenen Zweitligisten und sogar eines aus der Bundesliga, aber Unions erstes Angebot zeugte sofort von großem Respekt“, sagte Laurent Burkart – Teil der Berateragentur Biondics. „Dadurch erzielten wir sehr schnell eine Einigung.“

Allianz Arena statt Nürnberg

So entschied sich Biondic letztlich für den Weg nach Belgien – und indirekt auch für die große Bühne: Wenige Tage nach seinem Wechsel gastierte Union Saint-Gilloise in der Champions League beim FC Bayern München in der Allianz Arena. Bei der 0:2-Niederlage  im Januar durfte der 1,90 Meter große Angreifer zwar noch nicht mitwirken, konnte sich in seiner Jokerrolle inzwischen aber bereits mit einem Tor und einer Vorlage in der Liga zeigen.

FCN weiterhin auf der Suche

Der 1. FC Nürnberg und Sportvorstand Joti Chatzialexiou dürften derweil – auch mit Hilfe des Partners JTA – weiterhin auf der Suche nach einem passenden Stürmer für die kommende Saison sein. Schließlich fehlt – abgesehen von den Treffern des ebenfalls über JTA gescouteten Mohamed Ali Zoma – ein verlässlicher Zielspieler im Angriff.