FCN von Zoma abhängig? Klose wehrt sich: „Absolut nicht der Fall“

Eine bemerkenswerte Statistik deutet an, wie abhängig der 1. FC Nürnberg von Mohamed Ali Zoma ist.

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Foto: DO IT NOW Media

Zoma in Topform

Mohamed Ali Zoma spielt eine überragende Saison beim 1. FC Nürnberg. Der Neuzugang vom italienischen Drittligisten UC AlbinoLeffe benötigte zunächst eine kurze Anlaufzeit, entwickelte sich anschließend jedoch zu einem absoluten Leistungsträger. Inzwischen steht der 22-Jährige bei zehn Toren und fünf Vorlagen – allesamt seit dem siebten Spieltag. Neun seiner insgesamt 15 Scorerpunkte sammelte der Offensivspieler allein in seinen letzten acht Einsätzen.

Entscheidender Faktor in der Offensive

Insgesamt ist Zoma an fast 40 Prozent der bislang 38 Saisontore des FCN direkt beteiligt. In der einzigen Partie seit Ende Januar, in der der Angreifer fehlte, blieb die Elf von Miroslav Klose nicht nur ohne eigenen Treffer, sondern zeigte bei der 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf auch eine der schwächsten Saisonleistungen.

Beim jüngsten 1:1 in Braunschweig war es erneut eine starke Einzelaktion Zomas, die den Treffer von Rabby Nzingoula sehenswert vorbereitete.

Ist der FCN abhängig?

Es erscheint daher nicht weit hergeholt, von einer gewissen Abhängigkeit der Offensive von Zomas Input zu sprechen. Bleibt der schnelle Rechtsfuß unter seinen Möglichkeiten, tut sich der FCN häufig schwer, offensiv Gefahr zu entwickeln.

Eine These, die Klose entschieden zurückweist: „Wenn man ihn kaltstellt, sieht es aus, als ob wir keinen Stich mehr machen – was absolut nicht der Fall ist“, betont der 47-Jährige. Jeder Spieler sei gefordert, Verantwortung zu übernehmen.

Die Statistik spricht eine klare Sprache

Ob das in der Praxis immer gelingt, darf zumindest hinterfragt werden. Eine bemerkenswerte Statistik unterstreicht Zomas Einfluss: In den elf Partien, in denen er direkt an mindestens einem Treffer beteiligt war, blieb der FCN ungeschlagen: sechs Siege, fünf Unentschieden, 2,10 Punkte pro Spiel.

In den übrigen 17 Begegnungen kommt Nürnberg hingegen nur auf 0,82 Punkte pro Partie. Vereinfacht – und zugegebenermaßen verkürzt – ließe sich daraus ableiten: Nürnberg braucht Zomas Scorerpunkte, um konstant zu punkten.

Abhängigkeit als logische Folge

Natürlich liegt es in der Natur der Sache, dass Treffer eines Stürmers die Siegchancen erhöhen. Dennoch ist die enge Korrelation zwischen Zomas Scorerpunkten und der Punktausbeute des FCN bemerkenswert – zumal sein Einfluss über die reinen Zahlen hinausgeht und sich Woche für Woche im Spiel widerspiegelt.

Eine gewisse Abhängigkeit vom 22-Jährigen lässt sich daher kaum bestreiten – was angesichts seiner Qualität jedoch nicht zwingend als Vorwurf verstanden werden muss.