Unglücklicher Zeitpunkt
Lange Zeit musste sich Justin von der Hitz gedulden, ehe er für die Zweitligamannschaft des 1. FC Nürnberg debütieren durfte. Am 22. Spieltag war es dann so weit. Als der FCN Mitte Februar mit 5:1 gegen den KSC gewann, durfte der ehemalige Kölner erstmals auflaufen – direkt von Beginn an.
Auch in den darauffolgenden drei Partien stand er jeweils in der Startelf. Ausgerechnet dann fiel er aufgrund von Rückenproblemen für zwei Spiele aus. In dieser Zeit feierte Henri Koudossou sein Comeback, der mittlerweile als Rechtsverteidiger gesetzt ist, sodass es bei von der Hitz seitdem nur zu zwei Kurzeinsätzen für die FCN-Profis reichte.
Auffällige Leistung
Dass der 19-Jährige dem Club vor allem offensiv helfen kann, deutete er nicht zuletzt beim deutlichen 4:1-Erfolg der Nürnberger U23 gegen die U23 des FC Bayern an. Von der Hitz lief rechts vorne auf und sorgte gleich mehrfach für Torgefahr. An fünf Abschlüssen war der U17-Weltmeister direkt beteiligt. Zudem schlug er die meisten Flanken (5) der Partie, absolvierte die meisten Dribblings (8) und verzeichnete die meisten Strafraumaktionen (8) – eine insgesamt sehr auffällige Leistung. Schließlich führte von der Hitz sogar die meisten Zweikämpfe (24) der Franken.
Offensive Option?
Dass der Rechtsfuß wieder als Außenverteidiger von Beginn an auflaufen wird, ist unwahrscheinlich. Die Verletzung von Mohamed Ali Zoma könnte seine Aussichten auf Einsatzzeit in der Offensive jedoch zumindest theoretisch verbessern. Schließlich kann der FCN das Profil und die Qualität Zomas nicht 1:1 auffangen – das kann auch von der Hitz nicht.
Und dennoch bringt er viel Tempo sowie starke Fähigkeiten im 1-gegen-1 mit, die dem Club gut zu Gesicht stehen würden. Freilich würde der deutsche U20-Nationalspieler vermehrt über rechts agieren und nicht so zentral wie Zoma. Das bedeutet, dass das Trainerteam rund um Miroslav Klose an der Struktur etwas anpassen müsste, was sich aber auch zum Vorteil entwickeln könnte.


