FCN verpflichtet Porstner-Nachfolger aus Heidenheim: „Ausgeprägte Mentalität“

Der 1. FC Nürnberg richtet seine Zukunft für Profi- und U23-Mannschaft weiter aus.

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Foto: FCN.de

Porstner bei FCN-Profis eingeplant

Dass Eric Porstner bei den Profis des 1. FC Nürnberg in der kommenden Saison eine größere Rolle spielen soll, wurde bereits in der abgelaufenen Rückrunde deutlich. Nachdem das Eigengewächs zu Saisonbeginn noch regelmäßig für die U23 auflief und nur einmal bei den Profis zum Einsatz kam, durfte der Linksverteidiger – neben seinem Startelfdebüt am 19. Spieltag beim 0:2 in Darmstadt – in drei der letzten fünf Saisonspiele zumindest eingewechselt werden.

Durchaus ein Zeichen von Trainer Miroslav Klose, dass Porstner in der neuen Saison noch mehr Einsatzzeit erhalten soll. Umso mehr, weil Berkay Yilmaz den Club nach seiner zweijährigen Leihe wieder in Richtung Freiburg verlässt.

Neuzugang aus Heidenheim

Als weiteres Indiz dafür, dass Porstner künftig nicht mehr für die U23 eingeplant ist, gilt ein Neuzugang. Denn wie der FCN bekanntgab, verstärkt man sich aus der Jugend des Bundesligaabsteigers FC Heidenheim: Leonard Gjini wechselt an den Valznerweiher.

Andreas Wolf begrüßt Leonard Gjini beim 1. FC Nürnberg. // Foto: FCN.de

In den vergangenen beiden Saisons kam der 18-jährige Linksverteidiger auf 46 Einsätze für die U19 des FCH. Ab der kommenden Spielzeit ist Gjini für die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg vorgesehen.

„Leonard hat in der vergangenen Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Besonders seine konsequente Zweikampfführung, seine Laufstärke und seine ausgeprägte Mentalität zeichnen ihn aus und verleihen unserem Kader ein sehr spannendes Profil“, kommentiert Club-Nachwuchsdirektor Dieter Frey den Transfer.

Leonard Gjini bekleidete sowohl in einer Vierer- als auch Fünferkette die Position des Linksverteidigers.

Zweikampfstarker Linksverteidiger

Tatsächlich zählte Gjini laut Wyscout in der noch laufenden DFB-U19-Nachwuchsliga mit einer Erfolgsquote von fast 60% zu den zweikampfstärksten Außenverteidigern. Gleichzeitig lag seine Passquote mit 67% deutlich unter dem Durchschnitt. Beide Werte dürften allerdings mit dem intensiven Umschaltfußball der Heidenheimer erklärbar sein, der von viel Vertikalität und zahlreichen zweiten Bällen geprägt ist.

Bei 48% Ballbesitz und 75% Passquote war in der Heidenheimer U19 Zweikampfstärke gefragt.

Insofern dürfte der Wechsel zum technischeren Fußball der Nürnberger U23 (84% Passquote) unter Trainer Andreas Wolf zunächst eine Umstellung darstellen. „Wir sind überzeugt davon, dass er bei uns die nächsten Schritte gehen und sich unter hervorragenden Bedingungen optimal weiterentwickeln kann“, zeigt sich Frey vom Potenzial des Neuzugangs überzeugt.

Umbruch auch für die U23

Für den Meister der Regionalliga Bayern ist Leonard Gjini nach Innenverteidiger Farid Maboa Dibamba vom Hamburger Oberligisten Eimsbütteler TV der zweite offiziell verkündete externe Sommertransfer.

Da neben Porstner auch weitere Lizenzspieler wie Justin von der Hitz, Ayoub Chaikhoun und Co. aller Voraussicht nach in der kommenden Saison nicht mehr regelmäßig in der Viertklassigkeit spielen werden, deutet sich auch bei der U23 – wie so oft vor einer neuen Spielzeit – ein Kaderumbruch an.