Birons FCN-Abschied offiziell
Was sich bereits vor einigen Wochen angedeutet hatte, ist seit Dienstagabend offiziell: Nach einem enttäuschenden Jahr mit kaum Einsatzminuten und keinem Tor verlässt Mickael Biron den 1. FC Nürnberg schon wieder.
Der vor der Saison vom belgischen Zweitligisten RWDM Brussels verpflichtete Stürmer schließt sich dem türkischen Zweitliga-Aufsteiger Batman Petrolspor an – allerdings nicht per festem Transfer, sondern auf Leihbasis.
Biron-Vertrag offenbar verlängert
Da Birons Vertrag ursprünglich 2027 ausgelaufen wäre und eine Leihe bis Ende der Vertragslaufzeit somit nicht möglich gewesen wäre, wurde laut Transfermarkt.de offenbar eine Option gezogen und das Arbeitspapier bis 2028 verlängert. Inzwischen wurde diese Passage aus dem Bericht allerdings wieder entfernt.
Nachträgliche Ergänzung: Nach CLUBFOKUS-Informationen lief der Vertrag ohnehin bis 2028, weshalb keine Verlängerung per Option nötig war und diese dementsprechend auch nicht erfolgte.

Warum sich der FCN nun noch länger an einen Spieler binden sollte, für den man eigentlich keine Verwendung mehr hat? Die Vermutung liegt nahe, dass dabei ein ähnliches Modell wie im vergangenen Sommer beim Wechsel von Florian Flick zu Eintracht Braunschweig genutzt wird.
Leicht zu erreichende Kaufpflicht?
Auch Flicks Vertrag wurde damals vor seiner Leihe zum Ligakonkurrenten verlängert. Allerdings in dem Wissen, dass eine vergleichsweise leicht zu erreichende Kaufpflicht in den Leihdeal verankert war, die letztlich auch griff. Die Klausel aktivierte sich bereits nach einer geringen Anzahl an Einsätzen.
„Aufgrund des nur noch ein Jahr gültigen Vertrages haben wir der Verlängerung zugestimmt, um die Leihe nach Braunschweig realisieren zu können“, erklärte Joti Chatzialexiou damals. Während der abgebende Verein dadurch einen Kaderplatz schafft und Gehaltskosten einspart, gewinnt der aufnehmende Klub noch etwas Zeit, bevor eine Ablöse fällig wird.
Birons Zeit „alles andere als zufriedenstellend“
Gut möglich also, dass der 1. FC Nürnberg bei Birons Wechsel in die Türkei ein ähnliches Modell gewählt hat – sofern die inzwischen gelöschte Passage bei Transfermarkt.de tatsächlich der Wahrheit entspricht. Dafür sprechen zumindest auch Berichte der BILD aus dem vergangenen Sommer. Diese hatten im Zuge von Birons Wechsel aus Belgien nach Nürnberg von einem Zweijahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr berichtet.
„Für alle Seiten war der Wechsel von Mickaël bisher alles andere als zufriedenstellend. Er hat in Nürnberg nie wirklich Fuß gefasst. Wir hoffen, dass ihm das in der Türkei besser gelingen wird. Für seine Zeit in Batman wünschen wir ihm alles Gute“, kommentiert Chatzialexiou den Deal.


