Viermal von Beginn an
Auch im vierten Pflichtspiel des 1. FC Nürnberg der laufenden Saison durfte Tim Janisch von Beginn an als Rechtsverteidiger auflaufen. Was vor einigen Wochen noch als unrealistisch galt, hat sich das FCN-Eigengewächs durch eine entsprechende Vorbereitung, gute Trainingsleistungen sowie ein verändertes Mindset erarbeitet, betont sein Trainer Miroslav Klose.
Beste Profileistung
Beim 4:1-Erfolg des Clubs gegen Arminia Bielefeld konnte er das dann auch in einem Spiel unter Beweis stellen. Ob es die beste Leistung des 21-Jährigen unter Klose war? „Ja“, meinte der Weltmeister von 2014 unmittelbar nach Abpfiff – zumindest war dies sein Live-Eindruck, ohne das Spiel nochmal in Ruhe gesehen zu haben.
„Wir wissen, was ein Tor mit einem macht“, verwies Klose auf Janischs Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. Nach einem guten Spielzug der Franken lief er am zweiten Pfosten ein und verwertete Finn Ole Beckers Flanke per Direktabnahme.
„Der Trainer hat schon öfters gesagt, dass ich nicht immer hinten bleiben soll. Ich bin ja von der Jugend her kein gelernter Rechtsverteidiger. Deswegen dachte ich mir, laufe ich nach vorne mit und bin glücklich darüber, dass es heute mit einem Treffer geklappt hat“, freute er sich selbst über seinen zweiten Profitreffer.
Es bleibt eng
Auch abgesehen vom Treffer zeigte Janisch eine gute Vorstellung. Noch nie zuvor in dieser Spielzeit agierte er so ballsicher (90 Prozent Passquote), führte so viele direkte Duelle (13) und setzte sich im Zweikampf so oft (54 Prozent) durch.
„Das ist gut“, lobt Klose – und betont aber auch, dass er mit Giannis Masouras, der bis hierhin viermal für Janisch eingewechselt wurde, sehr zufrieden ist: „Giannis ist da hinten dran.“
„Richtig gut mit Ball, eklig gegen den Ball“, bewertet er die Leistung des Griechen erneut positiv. Deshalb kündigt der FCN-Trainer an, dass das Duell zwischen den beiden um den Startplatz weiterhin eng umkämpft bleibt. „Er darf sich keinen Millimeter zurücklehnen“, erhofft er sich von Janisch weitere Leistungen wie gegen die Arminia.


