Ambitionierter FCN-Trainer
Mit dem 1. FC Nürnberg steht Miroslav Klose vor seiner dritten Saison als Trainer. Zusammen mit seinem neunmonatigen Engagement beim SCR Altach zählt der 48-Jährige damit noch zu den eher unerfahrenen Trainern. Der frühere Weltmeister und deutsche Meister steht somit noch am Anfang einer Trainerlaufbahn, die ihn langfristig in die Bundesliga führen soll – womöglich sogar mit dem FCN?
Im Gespräch mit 11FREUNDE verriet der ehemalige WM-Rekordtorschütze jedenfalls, dass er mit dem Club noch einiges vorhat.
Klose will in die Bundesliga
„Ich hatte das Gefühl, dass sich vieles in die richtige Richtung entwickelt und ich eine Verantwortung für diese jungen Spieler habe, ihnen dabei zu helfen, als Profis in der zweiten Liga anzukommen“, erklärt Klose seine im Februar erfolgte Vertragsverlängerung bis 2028 und stellt fest: „Mein Bauchgefühl sagt mir einfach, dass der Weg hier noch nicht zu Ende ist.“
Dabei scheinen aus seiner Sicht die passenden Rahmenbedingungen vorhanden zu sein, um erfolgreich arbeiten zu können: „Es war immer meine Stärke, realistisch einschätzen zu können, welche Voraussetzungen ich brauche, um erfolgreich zu sein.“
Mit Blick auf die Zukunft seiner Trainerkarriere formuliert Klose seine Ambitionen deutlich: „Gleichwohl ist die Bundesliga nach wie vor mein Ziel. Ich will weiter nach oben.“ Dies müsse allerdings nicht zwingend schon in diesem Jahr mit dem FCN gelingen, wie sein Nachsatz verdeutlicht: „Der Zeitpunkt aber ist variabel.“
Dennoch kein Saisonziel beim FCN
Gleichzeitig ist Klose dafür bekannt, vor einer Saison keine öffentlichen Zielvorgaben machen zu wollen. „Wir wollen versuchen, einen anderen Start als letztes Jahr hinzulegen“, gab er zum Trainingsauftakt bekannt.
In der Vorsaison holten die Franken aus den ersten fünf Spieltagen lediglich einen Punkt und scheiterten zudem bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals an einem Regionalligisten. Auch Sportvorstand Joti Chatzialexiou hält sich mit konkreten Zielvorgaben zurück. Spieler wie Giannis Masouras, Adam Markhiyev oder Julian Justvan nahmen in der Sommerpause dagegen das Wort „Aufstieg“ durchaus schon einmal in den Mund.
Nächster Schritt für den FCN?
Dass Klose öffentlich zurückhaltend formuliert, steht seinem Ehrgeiz allerdings nicht entgegen. Die Hoffnung dürfte deshalb nicht nur beim Trainer, sondern im gesamten Verein groß sein, nach dem Bundesliga-Abstieg 2019 endlich wieder in den oberen Tabellenregionen angreifen zu können.
Die Voraussetzungen dafür scheinen zumindest besser zu sein als in den vergangenen Jahren. Der Kader wirkt diesmal deutlich früher zusammengestellt, zudem verfügen die nach wie vor jungen Neuzugänge bereits über etwas mehr Erfahrung. Vieles spricht daher dafür, dass der 1. FC Nürnberg nach zwei Spielzeiten im gesicherten Mittelfeld nun den nächsten Schritt gehen möchte. Dass der von Miroslav Klose angesprochene Zeitpunkt variabel ist, könnte schließlich auch bedeuten, dass er früher statt später eintritt.


