Zoma vor möglichem Italien-Debüt
Für Mohamed Ali Zoma könnte am Freitagabend der nächste große Schritt folgen. Der Angreifer des 1. FC Nürnberg gehört zum 34 Spieler umfassenden Aufgebot von Roberto Mancini für die aktuelle Länderspielperiode und ist einer von gleich neun Spielern, die erstmals für die italienische A-Nationalmannschaft nominiert wurden.
Vor dem FCN-Torjäger lag allerdings noch eine Hürde: Für eine Nations-League-Partie dürfen lediglich 23 Akteure auf dem Spielberichtsbogen stehen. Mittlerweile steht fest, dass Zoma diese Hürde genommen hat. Wie Tuttosport am Freitagvormittag berichtet, gehört der 22-Jährige zum offiziellen 23-köpfigen Spieltagskader gegen Belgien. Elf andere Spieler aus Mancinis großem Aufgebot müssen dagegen auf der Tribüne Platz nehmen. Das bestätigen zudem die offiziellen Kaderlisten auf UEFA.com.
Damit hat Zoma (mit der Rückennummer 17) zumindest die Chance auf sein Debüt für die italienische A-Nationalmannschaft. Bereits zuvor hatte die Gazzetta dello Sport in ihrem Bericht über die letzten Trainingseindrücke geschrieben, dass der Nürnberger zunächst auf der Bank Platz nehmen werde.
Startelf wohl noch kein Thema
Ein Platz in der Startelf wäre dagegen eine Überraschung. Auf Zomas möglicher Position auf der linken offensiven Außenbahn im 4-3-3 wurden in den vergangenen Tagen mehrere Varianten getestet. Zunächst ordnete Sky Italia den Nürnberger gemeinsam mit Giacomo Raspadori, Samuele Inacio und Daniel Maldini den Optionen für diese Position zu.
Zuletzt probierte Mancini allerdings weitere Varianten aus. Unter anderem wurde Moise Kean gemeinsam mit Francesco Pio Esposito getestet. Sky erwartet aktuell Kean auf der linken Seite, Pio Esposito im Zentrum und Nicolò Cambiaghi auf rechts. Die Gazzetta sieht wiederum Maldini auf der linken Außenbahn.
Mancini selbst äußerte sich auf der Pressekonferenz vor der Partie nicht speziell zu Zoma. Der 61-Jährige erklärte allerdings, dass bei seiner Startelf nur noch zwei Entscheidungen offen seien. Zudem verwies er darauf, dass Kean, Nicolò Zaniolo und Cambiaghi in der Offensive mehrere Positionen bekleiden können. Zaniolo gehört allerdings ebenfalls zu den elf Spielern, die es nicht in den Spieltagskader geschafft haben.
Etwas Hoffnung auf Einsatzzeit dürfen sich die zahlreichen Neulinge um Zoma dennoch machen. Auf die vielen jungen Spieler in seinem Aufgebot angesprochen, erklärte Mancini, dass man diese nun auch „in Spielen wie diesem“ beurteilen müsse.
Chance auf Zoma-Debüt
Ein Startelfeinsatz Zomas gegen Belgien wäre nach den bisherigen Informationen also überraschend. Klar ist nun allerdings: Zoma wird im Stadio Olimpico zumindest auf der Bank Platz nehmen können und damit auf sein A-Länderspieldebüt hoffen. Anstoß in Rom ist um 20:45 Uhr. Übertragen wird die Partie hierzulande auf DAZN.
Und selbst wenn es gegen Belgien noch nicht mit dem Debüt klappen sollte, bleiben Zoma während dieser Länderspielperiode drei weitere Möglichkeiten. Bereits am Montag, 28. September, trifft Italien auswärts in Bursa auf die Türkei. Am 2. Oktober folgt das Gastspiel bei Frankreich in Saint-Denis, ehe die Azzurri am 5. Oktober in Bologna erneut gegen die Türkei antreten.


