FCN-Scouts in Palmira
Dass sich Scouts des 1. FC Nürnberg in Südamerika eher selten aufhalten, deutete Joti Chatzialexiou im vergangenen Winter bereits an: „Wir haben beispielsweise keine Scouts in Argentinien“, erklärte der Sportvorstand im Interview auf FCN.de und verwies dabei darauf, dass man durch die Datenalgorithmen des Partners Jamestown Analytics solche Märkte besser erschließen könne.
Nichtsdestotrotz soll der FCN aktuell Talentspäher ins kolumbianische Palmira geschickt haben. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der Stadt Palmira hervor. Auf palmira.gov.co heißt es: „Mit Unterstützung von Bürgermeister Víctor Ramos und dem Leiter von Imder Palmira, Educleiser Valencia, empfängt die Stadt Talentscouts des 1. FC Nürnberg aus Deutschland.“
Talente kämpfen um Europa-Traum
Veranstaltet wird das Turnier von der Initiative „One Life“, die junge kolumbianische Talente mit europäischen Vereinen verbinden soll – darunter offenbar auch den Club aus Nürnberg.
„One Life ist ein Unternehmen, das echte Chancen für kolumbianische Talente schafft. Wir bringen europäische Klubs und MLS-Vereine zusammen mit den Entscheidungsträgern hierher – Scouts und Sportdirektoren –, damit sie nicht nur Kolumbien kennenlernen, sondern auch das Talent, das es hier gibt“, erklärt Amanda Sánchez, Leiterin der Partnerschaften bei One Life.
Sechs verschiedene Teams aus Kolumbien nehmen an dem Turnier teil, das auch live auf YouTube übertragen wird. Mit dem großen Finale am Donnerstag soll entschieden werden, „welche Teams gewinnen und welche Fußballer die Chance erhalten, den Sprung in den europäischen Fußball zu schaffen“.
„Der nächste Spieler für den 1. FC Nürnberg könnte von hier stammen“, wirbt One Life auf Instagram für die Veranstaltung.
Nur ein Kolumbianer beim FCN
Möglicherweise schafft es also tatsächlich einer der jungen Kolumbianer, sich beim 1. FC Nürnberg ins Rampenlicht zu spielen – und damit womöglich auf Gustavo Puerta zu folgen. Der damalige Leihspieler von Bayer Leverkusen stand in der Rückrunde 2022/2023 beim FCN unter Vertrag, kam allerdings nie zum Einsatz. Trotzdem war er bislang der letzte – und zugleich einzige – Kolumbianer beim Club.


