FCN-Pokalgegner erhält viel Lob: „Ganz klare Handschrift“

Für Viktoria Köln gehörte der 1. FC Nürnberg offenbar nicht zu den Wunschlosen.

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Foto: DO IT NOW Media

Gegen Viktoria Köln

Nachdem der 1. FC Nürnberg in der vergangenen Saison bereits in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den FV Illertissen ausschied, möchte man 2026/27 deutlich besser abschneiden. Das Los, das der FCN für die neue Spielzeit erhalten hat, ist sicher ein machbares, aber kein einfaches. Die Franken gastieren bei Viktoria Köln, die die vergangene Saison auf dem zehnten Tabellenplatz der 3. Liga beendete.

Wenig Hype?

„Wir freuen uns auf die Partie gegen einen guten Drittligisten und auf die Unterstützung unserer Fans“, blickt Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou via fcn.de auf das Duell, das zwischen dem 21. und 24. August stattfinden wird. Sein Kölner Pendant Franz Wunderlich deutet an, dass man sich bei der Viktoria einen anderen Gegner etwas lieber gewünscht hätte. „Wir hatten sicherlich das ein oder andere Wunschlos in unseren Köpfen“, äußert er sich auf dem vereinseigenen Instagram-Kanal, wenngleich er hinterherschiebt: „Wir reden aber über einen Traditionsverein aus der zweiten Liga.“

Wunderlich erinnert sich auch noch an das letzte Aufeinandertreffen beider Teams – und an einen „Riesenkampf“ seines Vereins. Im Sommer 2016 gastierte der Club ebenfalls in Köln im DFB-Pokal in der ersten Runde, am Ende setzte sich der FCN denkbar knapp im Elfmeterschießen durch. Auf ein ähnlich enges Spiel hofft der Drittligist auch nun – und ist entsprechend optimistisch, wie der Sportvorstand sagt: „Unsere Fans, unsere Stadt und die Region können sich auf ein spannendes Pokalspiel freuen.“

Lob für Viktoria

Dass das Spiel für die Mannschaft von Miroslav Klose kein einfaches wird, deutet auch einer seiner Trainerkollegen der kommenden Zweitligasaison an. Timo Schultz, der mit dem VfL Osnabrück Drittligameister wurde, wurde im Podcast FROM COACH TO COACH gefragt, welches Spiel in der vergangenen Saison das schwierigste für ihn als Trainer war – seine Antwort war der Pokalgegner des Clubs. „Mir gefällt die Art und Weise, wie Viktoria Köln spielt. Sehr dominant, eine sehr klare Struktur im Ballbesitz und mit einer guten Idee, wie man den Ball nach vorne tragen möchte“, lobt er den spielerischen Ansatz und bezeichnet die Kölner zudem als „mutig“.

Tatsächlich verzeichnete Viktoria mit einer Passquote von 84 % die drittbeste der vergangenen Drittligasaison. „Das hat schon Spaß gemacht, sich auf das Spiel vorzubereiten“, denkt Schultz zurück – und spricht von einer „ganz klaren Handschrift“, die auf den FCN zukommen wird.

Wiedersehen

Beim Aufeinandertreffen könnte es auch zu einem – oder sogar mehreren – Wiedersehen kommen. Schließlich spielt Taylan Duman, der von 2021 bis 2025 beim FCN unter Vertrag stand, seit der abgelaufenen Rückrunde für die Kölner und gilt dort als wichtiges Puzzlestück. Für die neue Spielzeit verpflichtete der Pokalgegner der Franken einen weiteren ehemaligen Nürnberger: Niklas Jahn.

Der 21-Jährige durchlief die Jugend des Clubs, war Stammspieler in der U23 und wechselte vor zwei Jahren zum VfL Bochum. Auch dort blieb der Sprung in die 2. Bundesliga jedoch aus, sodass er lediglich in der Regionalligamannschaft zum Einsatz kam. Auf seinen ersten Einsatz im DFB-Pokal wartet der Mittelfeldspieler noch – was sich Ende August gegen den 1. FC Nürnberg ändern könnte.